Die Sache im Mittelpunkt

Die Vorstände der Wirthwein AG von links: Rainer Zepke (Finanzen), Frank Wirthwein (Sprecher, Vertrieb) und Marcus Wirthwein (Technik) ziehen an einem Strang. Foto: Jörg Sikorski

Zwei sind besser als einer – und drei sind besser als zwei. Ganz zu schweigen davon, dass sechs Augen sehr viel mehr sehen. Daher setzt die Wirthwein AG in Creglingen auf eine dreigeteilte Führungsmannschaft – mit Erfolg.

Bald sieben Jahre ist es her, dass Marcus und Frank Wirthwein sowie Rainer Zepke ein stimmiges Dreigespann im Vorstand der Wirthwein AG, führender Hersteller von hochqualitativen Kunststoffkomponenten, bilden. Dabei ergänzen sie sich gegenseitig perfekt. Während Frank Wirthwein seit dem 1. April 2014 die Rolle des Vertriebsvorstands innehat und als Vorstandssprecher des Traditionsunternehmens fungiert, zeichnen Marcus Wirthwein für das Ressort Technik und Rainer Zepke für den Bereich Finanzen verantwortlich. Auf seinem jeweiligen Fachgebiet weist jeder der drei Vorstände spezielle und tiefgreifende Kenntnisse auf. „Inzwischen ist Wirthwein mit weltweit 19 Unternehmensstandorten auch einfach zu groß, um mit einem Vorstand den Herausforderungen und terminlichen Zwängen gewachsen zu sein“, begründet das Trio die Aufteilung in die drei Vorstandsfunktionen. Die Vorteile eines Shared Leadership, also einer geteilten Führungsmannschaft, liegen dabei klar auf der Hand. Aufgaben und Termine können aufgeteilt und Meinungen ausgetauscht werden. „Ganz klar profitieren wir voneinander und keiner kocht etwa sein eigenes Süppchen“, sind sich die Wirthwein-Vorstände einig. „Vielmehr kochen, dekorieren und speisen wir gemeinsam, um im Bild zu bleiben.“ Dafür stehen sogenannte Regelmeetings auf der Agenda. Darüber hinaus komme es immer wieder auch kurzfristig – aufgrund der kurzen Wege – zu Besprechungen mit den dazugehörigen Entscheidungen.

Für die Wirthwein AG scheint sich das Konzept der geteilten Führung bewährt zu haben. Was würde das Vorstandstrio Start-up-Unternehmen, die ebenfalls auf mehrere Vorstände beziehungsweise Geschäftsführer setzen, als gut gemeinten Rat mit auf den Weg geben? „Ideal ist es unserer Meinung nach, wenn die Aufgaben gemäß den Interessen und Themenschwerpunkten des Führungsteams aufgeteilt werden. Außerdem sollte immer die Sache im Mittelpunkt der Arbeit stehen und persönliche Belange sollten hinten angestellt werden“, so die Firmenleiter. Der wichtigste Aspekt sei allerdings ohnehin, dass eine Führungskraft immer nur so gut sein kann, wie die Mitarbeiter, die ihn – oder sie – unterstützen.

Olga Lechmann

 

Über die Wirthwein AG

Die Wirthwein Aktiengesellschaft ist die Muttergesellschaft der Wirthwein-Gruppe. Der Hauptsitz des 1949 gegründeten Unternehmens befindet sich in Creglingen im Main-Tauber-Kreis. In weltweit 19 Unternehmen beschäftigt die Gruppe rund 3.650 Mitarbeiter in Deutschland, Polen, Spanien, China, den USA und der Türkei. Die Wirthwein AG ist ein familiengeführtes Unternehmen, die Aktien befinden sich zu 100 Prozent im Besitz der Familie Wirthwein. Die Firma ist führender Hersteller von hochqualitativen Kunststoffkomponenten.