Heilbronn und Leingarten planen gemeinsames Gewerbegebiet

Gewerbegebiet
Mit der Unterzeichnung einer Grundsatzvereinbarung gaben Ralf Steinbrenner, Bürgermeister von Leingarten (l.), und Martin Diepgen, Erster Bürgermeister von Heilbronn, den Startschuss für die Planung eines gemeinsamen Gewerbegebietes der beiden Städte. Foto: Stadt Heilbronn

Ein interkommunales Gewerbegebiet soll zwischen Leingarten und Heilbronn entstehen, um ansässigen Unternehmen weiteres Entwicklungspotenzial zu ermöglichen und auch neue Firmen anzuziehen.

Zur Bereitstellung neuer Gewerbeflächen planen die Städte Heilbronn und Leingarten ein gemeinsames Gewerbegebiet, wie die Heilbronner Stadtverwaltung mitteilt. Die acht Hektar große Fläche liegt an der B 293 zwischen dem Gewerbegebiet Böckingen-West auf Heilbronner Gemarkung und dem Umspannwerk auf Leingartener Gemarkung. Zur Entwicklung dieses Gebiets haben der Erste Bürgermeister der Stadt Heilbronn Martin Diepgen und der Bürgermeister der Stadt Leingarten Ralf Steinbrenner eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet.

„Diese interkommunale Zusammenarbeit ist genau der richtige Schritt, um Ökonomie und Ökologie zu vereinbaren und um angesichts knapper werdender Flächen handlungsfähig zu bleiben“, sagt der Heilbronner Erste Bürgermeister Diepgen. „Sie gibt uns die Möglichkeit, erstmals mit einer unserer Nachbargemeinden ein gemeinsames Gewerbegebiet als Entwicklungspotenzial für ansässige Unternehmen sowie zur Ansiedlung neuer Unternehmen zu realisieren“. Insbesondere die Stadt Heilbronn verfüge nach Jahren des dynamischen Wachstums nur noch über wenige freie Gewerbeflächen.

Für Leingartens Bürgermeister Steinbrenner hat das Projekt Vorbildcharakter auch für andere Kommunen. „Wir müssen vom Flächenverbrauch her interkommunal denken.“ Zudem biete ein gemeinsames Gewerbegebiet erhebliche Vorteile hinsichtlich der Planung. So seien nur die Erstellung eines Bebauungsplans und die Herstellung einer Erschließung notwendig.

Von der acht Hektar großen Gesamtfläche des geplanten interkommunalen Gewerbegebiets befindet sich ein knappes Viertel auf Heilbronner Gemarkung und drei Viertel auf Leingartener Gemarkung. Aufgrund der Flächenverhältnisse wurde nach Angaben der Stadt Heilbronn vereinbart, dass die Federführung des Planungsprozesses bei Leingarten liegt. Dennoch wollen sich die beiden Kommunen eng über die Ausweisung der Flächen sowie die innere und äußere Erschließung des Gebiets abstimmen. Auch die Vermarktung der entstehenden Gewerbebauplätze soll gemeinsam erfolgen. Die Stadt Heilbronn beteilige sich anteilig an den bei der Stadt Leingarten anfallenden Planungskosten.

red.