Lauda-Mitarbeiter nehmen an Typisierungsaktion teil

Viele Lauda-Mitarbeiter nahmen sich die Zeit, um sich in einer eigens eingerichteten Typisierungszentrale als Spender registrieren zu lassen. Foto: Lauda

Mitte Juni erreichte die Lauda Dr. R. Wobser GmbH ein Hilferuf: Für eine Blutkrebspatientin aus der Region wurde eine Stammzellenspende gesucht. Das Unternehmen startete daraufhin eine eigene Typisierungsaktion und übernahmen deren Kosten.

Es war eine spontane Idee des Chefs, der bei der Belegschaft der Lauda Dr. R. Wobser GmbH begeistert aufgenommen und innerhalb weniger Wochen umgesetzt wurde: Im Falle einer an Blutkrebs erkrankten, jungen Frau aus der Region wurden dringend Stammzellenspender benötigt. Der Geschäftsführende Gesellschafter, Gunther Wobser, wurde persönlich angeschrieben und sah sich sofort verpflichtet, zu helfen.

Eine Geldspende erschien ihm nicht ausreichend, vielmehr sollten Taten folgen. Darauf angesprochen übernahm der Vorsitzende des Betriebsrats bei Lauda, Elmar Mohr, die Organisation und Durchführung eines Typisierungstermins am hiesigen Standort. Das Unternehmen übernahm die Kosten in Höhe von 35 Euro pro Typisierung. Der gesamten Belegschaft sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich außerhalb der Arbeitszeit kostenfrei testen zu lassen. Durchgeführt wurde die Aktion von dem Betriebsrat sowie der Jugend- und Schwerbehindertenvertretung aus dem Unternehmen. Unterstützt wurden die ehrenamtlichen Helfer von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, für jeden Blutkrebspatienten den passenden Spender zu finden.

Erfolgreiche Aktion

Und so standen die Mitarbeiter des Lauda-Königshofener Unternehmens am 26. Juni in einer im Haus eingerichteten Typisierungszentrale Schlange, um mit einem Set von Wattestäbchen Gewebeproben zu entnehmen. Anhand dieser Proben lässt sich im Labor feststellen, ob der Spender zu einem Blutkrebspatienten passt. Gut zwei Stunden lang ließen sich die Mitarbeiter bereitwillig registrieren.

Ein großer Erfolg, findet der Betriebsratsvorsitzende Elmar Mohr: „Wir wollten unbedingt helfen, weil dieses Schicksal jeden von uns treffen kann und eine Hilfe mit einfachen Mitteln möglich ist.“ Der Betriebsratsvorsitzende hofft, dass das Beispiel von Lauda Schule macht: „Wir wollen, dass auch andere Betriebe und Betriebsräte durch unser Vorgehen einen Ansporn bekommen, ähnliche Aktionen zu initialisieren.“ Auch bei seinen Kollegen kam die innerhalb weniger Wochen umgesetzte Spendenaktion sehr gut an. Der ehrenamtliche Einsatz des Betriebsrats wurde ebenso gelobt wie die spontane Bereitschaft der Geschäftsführung.