Mach‘s gut, liebes Deutschland

Nach der Schule ab ins Ausland. Foto: fotolia/ra2 studio

Wer träumt nicht davon: ferne Länder erkunden, neue Sprachen lernen, anderen Kulturen begegnen – den Traum vom Ausland haben viele Menschen. In einer globalisierten Welt wie heute muss das aber schon lange kein Traum mehr bleiben.

Ein Aufenthalt im Ausland hat viele Vorteile. Dennoch solltest du dir die Frage stellen, was du damit erreichen möchtest? Magst du deine fachlichen Kompetenzen ausbauen? Wie wäre es dann mit einer Ausbildung im Ausland oder einem Studium? Du willst vor allem neue Freunde finden? Dann ist Work and Travel das Richtige für dich. Du möchtest die Kultur und Gesellschaft kennenlernen? Warum nicht ein Jahr als Au-pair wohin? Doch egal, wofür du dich entscheidest. Du kannst von allen Möglichkeiten nur profitieren. Ein Auslandsaufenthalt bringt dir immer etwas, denn die Soft Skills, die du in dieser Zeit erlernst, sind in der Arbeitswelt heute extrem wichtig – manchem Chef sogar wichtiger als gute Noten allein.

Dabei gibt es viele Wege, die nach Rom – oder sonst wohin – führen. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel der Freiwilligendienst im Ausland. Noch nie gehört? Nicht weiter schlimm. Im Prinzip ähneln alle sozialen und ökologischen Dienste im Ausland dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder dem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ), wie man es auch aus Deutschland kennt. Der Unterschied ist einfach: Man ist nicht in der Bundesrepublik, sondern in einem anderen Land. Eine solche Möglichkeit eignet sich vor allem für Menschen, die gerne anpacken, körperlich arbeiten und auch bereit sind, auf Komfort zu verzichten. Das Spektrum ist breit: Es reicht vom Einsatz in der Landwirtschaft oder in sozialen Bereichen und kann bis hin zur Entwicklungshilfe gehen.

Eine andere Möglichkeit ist es, als Au – pair durchzustarten. Dabei kommst du für gewöhnlich in einer Gastfamilie unter und bist für eine gewisse Zeit Mitglied der Familie. Du betreust die Kinder, bringst sie zur Schule oder in den Kindergarten, kochst und hilfst bei der täglichen Hausarbeit mit. Die Familie sorgt im Gegenzug für deine Unterkunft und die Verpflegung. Normalerweise bekommst du auch ein kleines Taschengeld.

Ein anderer Ansatz ist Work and Travel, auch Work and Holiday genannt. Hier reist du durch ein Land deiner Wahl und unterbrichst deine Erkundungstour immer wieder durch Einheiten, in denen du arbeitest. Die Basis dafür ist das Abkommen, das zwischen Deutschland und dem anderen Land getroffen wurde – denn nicht überall darfst du legal jede Art von Arbeit machen. Beliebte Work and Travel-Länder sind Australien, Neuseeland, Kanada und Japan. Doch auch andere Länder ziehen nach: Auch in Taiwan, Südkorea, Chile und China gibt es inzwischen Angebote. In den USA dürfen nur Studenten als Work and Traveler arbeiten. Du siehst, die Liste ist lang. Jetzt liegt es an dir, deinen Traum vom Ausland zu verwirklichen. Den Sprung kannst allein du wagen.

Vorteile eines Auslandsaufenthalts:

– Sprachkenntnisse ausbauen

– Neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln

– Selbstständig werden

– Kennenlernen von anderen Kulturen und Mentalitäten

– Offen sein gegenüber fremden Menschen

Lydia-Kathrin Hilpert