„Entschieden für Menschen“

Landrat Reinhard Frank (links) und Bruder Peter Berg beim Jubiläum 200 Jahre Orden. Foto: Julia Steinbrecht/BBT

Die Gemeinschaft der Barmherzigen Brüder Trier (BBT) feierte Ende Februar den 200. Geburtstag des Ordensgründers Peter Friedhofen. Dem Festakt in Koblenz wohnte auch Reinhard Frank, Landrat des Main-Tauber-Kreises, bei. Im Main-Tauber-Kreis ist die BBT-Gruppe mit ihren Partnern seit 2006 in der Gesundheitsversorgung aktiv.

Koblenz ist immer eine Reise wert. Ein Blickfang der Stadt sind die beiden Kirchtürme der katholischen Liebfrauenkirche. Von der besonderen Atmosphäre des Kirchenschiffs konnte sich Reinhard Frank, Landrat des Main-Tauber-Kreises, ein Bild machen. Der Landrat weilte in Koblenz, um an den Feierlichkeiten anlässlich des 200. Geburtstags von Peter Friedhofen teilzunehmen, den die Gemeinschaft der Barmherzigen Brüder Trier (BBT) mit einem Festakt in der Liebfrauenkirche zelebrierte. Friedhofen war es, der im Juni 1850 die Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf ins Leben rief. Unter dem Motto „Entschieden für Menschen“ ist die BBT-Gruppe im Laufe ihres Bestehens auch über die Landesgrenzen von Rheinland-Pfalz aktiv geworden.

Nächstenliebe praktizieren

Seit 2006 ist die Unternehmensgruppe als Mehrheitsgesellschafter des Caritas-­Krankenhauses in Bad Mergentheim auch im Main-Tauber-Kreis vertreten. 2012 kam die Partnerschaft mit dem Landkreis. „Die BBT-Gruppe ist ein echter Glücksfall für die qualitätsvolle Gesundheitsversorgung und die Seniorendienste im Main-Tauber-Kreis“, erklärt Landrat Frank und fügt hinzu: „Es war eine großartige Idee, die der Selige Bruder Peter Friedhofen vor 200 Jahren in die Tat umgesetzt hat.“ Der Main-Tauber-Raum profitiere stark vom Engagement der BBT-Gruppe in Gesundheits- und Senioreneinrichtungen. „Der Auftrag von Peter Friedhofen, sich um kranke, alte und benachteiligte Menschen ohne Ansehen des Standes und der Religion zu kümmern und so christliche Nächstenliebe zu praktizieren, ist heute noch genauso aktuell wie damals“, wirft BBT-Regional­leiter Thomas Wigant ein.

Medizinisches Leistungsangebot weiterentwickeln

„Wir setzen diesen Dienst heute mit moderner Medizin und Technik, mit qualifizierten Ärzten und Pflegenden sowie mit zeitgemäßen Strukturen um.“ Die Partnerschaft mit dem Main-Tauber-Kreis habe sich bewährt. „Gemeinsam konnten wir das medizinische Leistungsangebot im Caritas-Krankenhaus und im Krankenhaus Tauberbischofsheim weiterentwickeln. Mit dem Neubau der beiden Seniorenzentren in Grünsfeld und in Distelhausen haben wir außerdem unser Konzept der Kleinheime umgesetzt“, sagt Wigant und ergänzt. „Wir kümmern uns wohnortnah um eine hochwertige Versorgung sowohl in Pflege wie in Medizin.“ Dazu gehört auch die Ausbildung junger Menschen mit mehr als 350 Ausbildungsplätzen in den Bereichen Pflege, Physiotherapie, IT und Verwaltung.

Das erfolgreiche Modell einer Kooperation zwischen der BBT-Gruppe und dem Landkreis zeigte in der Nachbarschaft ebenfalls Wirkung: 2018 entschied sich auch der Hohenlohekreis für eine Partnerschaft mit der Unternehmensgruppe. Damit umfasst die BBT-Gesundheitsregion Tauberfranken-Hohenlohe 25 Einrichtungen, darunter die Krankenhäuser in Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim, Öhringen und Künzelsau sowie zwölf Seniorenheime, vier medizinische Versorgungszentren und vier Bildungszentren mit insgesamt rund 3000 Beschäftigten. Das Einzugsgebiet erstreckt sich von Wertheim im Norden bis Pfedelbach im Süden.

Andreas Scholz