Die Europäische Kommission hat Ende Juni die ausgewählten Hochschulallianzen der Ausschreibungsrunde der „Europäischen Hochschulen“ bekannt gegeben. Insgesamt wählte die Kommission 14 Allianzen neu aus, Deutschland ist mit 15 Hochschulen – darunter auch die Hochschule Heilbronn – in 14 Allianzen vertreten. Die Allianzen erhalten jeweils für die nächsten vier Jahre bis zu 14,5 Millionen Euro.

„Das erneute erfolgreiche Abschneiden der deutschen Hochschulen unterstreicht ihr starkes Engagement für Europa und den europäischen Hochschulraum“, sagte der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) Professor Dr. Joybrato Mukherjee. „Fünf Jahre nach dem Start der Initiative ‚Europäische Hochschulen‘ ist es beeindruckend zu sehen, welchen Beitrag die Allianzen zur Förderung der Entwicklung von grenzüberschreitenden, europäischen Hochschulen geleistet haben. Die beteiligten Hochschulen haben die internationale Zusammenarbeit auf ein bisher selten erreichtes Niveau gehoben, engagieren sich in ihrer Region und ihrem Netzwerk für die Gesellschaft und setzen sich für ein starkes Europa und eine gemeinsame europäische Identität ein“,
Diese deutschen Hochschulen werden zusätzlich für die nächsten vier Jahre von der EU gefördert:
– Bauhaus-Universität Weimar
– Europa-Universität Flensburg
– FernUniversität in Hagen
– Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
– Hochschule Heilbronn
– Hochschule Offenburg
– Hochschule Stralsund
– Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
– Technische Hochschule Deggendorf
– Technische Hochschule Ingolstadt
– Technische Hochschule Köln
– Technische Universität Chemnitz
– Technische Universität Ilmenau
– Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt
– Universität Greifswald
Grenzüberschreitende Hochschulallianzen
Die Europäischen Hochschulen sind grenzüberschreitende Hochschulallianzen, die gemeinsam innovative Lehr- und Lernformate entwickeln, den Austausch von Studierenden, wissenschaftlichem und administrativem Personal stärken und Verbindungen in die Gesellschaft knüpfen. Hinzu kommt das gemeinsame ankurbeln gemeinsamer Forschungsprojekte und das Etablieren institutioneller Strukturen.
Die „Europäischen Hochschulen“ gehen auf eine Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron an der Universität Sorbonne 2017 zurück. Insgesamt gibt es derzeit 64 Allianzen mit mehr als 560 beteiligten Hochschulen aus 35 Ländern. 66 deutsche Hochschulen sind dabei in insgesamt 58 Allianzen vertreten.
Die aktuelle Ausschreibung war voraussichtlich die letzte in der Programmgeneration von Erasmus+ bis 2027, heißt es in der Pressemitteilung. Entsprechend liegt der Fokus in den kommenden Jahren auf der Umsetzung der Projekte und dem Transfer der Ergebnisse an interessierte Hochschulen, die nicht an der Initiative beteiligt sind. Um den Nutzen für den gesamten Hochschulsektor zu verbessern, wird im Rahmen der Ausschreibung ein Projekt zur Schaffung einer Praxisgemeinschaft von Europäischen Hochschulallianzen gefördert.
Planungen zur weiteren Finanzierung
Zudem laufen bei der EU Planungen zur weiteren Finanzierung: Neben einer zweijährigen Verlängerung von bereits ausgewählten Hochschulallianzen arbeitet die Europäische Kommission gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten und beteiligten Hochschulen an einem Investitionsplan für die Zeit nach 2028.
In Deutschland unterstützt der DAAD die deutschen Hochschulen im Rahmen des vom Bundesbildungsministeriums finanzierten Begleitprogramms „Europäische Hochschulnetzwerke (EUN) – nationale Initiative“. Die beteiligten deutschen Hochschulen erhalten im Begleitprogramm zusätzliche finanzielle Förderung sowie Unterstützung für eine höhere Sichtbarkeit der europäischen Initiative. Dazu gehören Vernetzungsangebote für die beteiligten Hochschulen sowie Austauschformate mit der Politik auf Bundesebene und in den Ländern.
red.