Franz und Wach erhält Preis für innovatives Führungsmodell

Die Preisträger des Lünendonk (von links) B2B-Service-Awards 2018 gingen in der Kategorie Leistung an Goldbeck (Jörg-Uwe Goldbeck) sowie in der Kategorie Innovation an Franz und Wach (Andreas Nusko). Für sein Lebenswerk wurde Bernd Rolfes ausgezeichnet. Foto: José Poblete

Der Personaldienstleister Franz und Wach wurde Anfang März mit dem Lünendonk-Business-to-Business-Award in der Kategorie Innovation ausgezeichnet. Die Jury würdigt im Namen des Marktforschungsinstituts Lünendonk und Hossenfelder das fortschrittliche Führungsmodell, welches der Zeitarbeitsanbieter vor zwei Jahren eingeführt hat.

Bereits zum achten Mal verlieh das Marktforschungsinstitut Lünendonk und Hossenfelder aus dem schwäbischen Mindelheim die B2B-Service-Awards in den Kategorien Innovation, Leistung und Lebenswerk. Die Jury aus 15 Chef- und Wirtschaftsredakteuren überregionaler Medien bestimmte in geheimer Wahl die Preisträger. „Dieses Vorgehen verleiht den Awards ihren besonderen Wert“, erläutert Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk und Hossenfelder. „Denn damit erhalten die Preisträger nicht die Anerkennung einer einzelnen Institution, sondern die Wertschätzung von renommierten Marktbeobachtern, die über das Wirken der Preisträger zum Teil seit Jahrzehnten berichten“, ergänzt er.

Mit dem Innovationspreis 2018 wurde die Franz und Wach Personalservice GmbH aus Crailsheim für ihr innovatives und auf Vertrauen gründendes Führungsmodell ausgezeichnet: wenige Vorgaben aus der Zentrale, viel Verantwortung vor Ort. Für die internen Mitarbeiter gilt Vertrauensarbeitszeit ohne Zeiterfassung und keine Begrenzung beim Urlaubsanspruch. Auch die aufwendigen Urlaubsgenehmigungen wurden abgeschafft. Die Teams werden mit relativen Zielen geführt, die sie aus der Kenntnis der konkreten Rahmenbedingungen heraus entwickeln und im Dialog mit der Geschäftsführung definieren.

Geschäftsführer Andreas Nusko nahm den Preis im Rahmen einer Gala-Veranstaltung am 5. März in Frankfurt entgegen. Er sieht die Auszeichnung als Bestätigung dafür, das Unternehmen zukunftsgerecht aufgestellt zu haben: „Alle sprechen davon, dass man sein Angebot an den Kunden ausrichten muss. Genau das erfordert aber, dass die Mitarbeiter sich komplett auf die Kunden einlassen können und sich nicht vorrangig mit sich selbst beschäftigen. Da lag es für uns nahe, Vorgaben und Reglementierungen abzuschaffen. Heute führen wir mit Vertrauen und Werten – und die Kunden danken es uns mit Treue und weiteren Aufträgen.“ Dass dies auch den Mitarbeitern mehr Spaß macht, liege auf der Hand.

„Der Erfolg des neuen Führungsmodells ist beeindruckend“, kommentiert Hartmut Lüerßen, Partner beim Marktforschungsinstitut, die Auszeichnung. „Trotz eines engen Kandidatenmarktes konnte Franz und Wach seinen Umsatz im Jahr 2016 überdurchschnittlich um mehr als 22 Prozent auf 75,3 Millionen Euro steigern. Zum Vergleich: Das Marktwachstum im Markt für Zeitarbeit und Personaldienstleistungen in Deutschland lag 2016 bei 6,0 Prozent.“