Würth: Hohenlohe bleibt Herzensangelegenheit

Das Carmen-Würth-Forum (links) wird um Konferenzräume sowie um ein Museum erweitert. Visualisierung: Würth

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG investiert weiter in das Umfeld ihres Hauptsitzes in Künzelsau. Im Gewerbepark Hohenlohe wird derzeit ein neues Umschlaglager gebaut. Und zu Jahresbeginn gab das Unternehmen bekannt, das Carmen-Würth-Forum zu erweitern.Bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG, dem Mutterkonzern der Würth-Gruppe, läuft es einfach. Im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielte das Handelsunternehmen ein Umsatzplus von neun Prozent gegenüber 2017. Beinahe wurde sogar die Marke von zwei Milliarden Euro Umsatz geknackt. Das gute Ergebnis eröffnet die Möglichkeiten für Investitionen in das Unternehmen. Und diese tätigt Würth – im großen Stil. Alle Bau- und Investitionsvorhaben bewegen sich weiterhin um den Hauptsitz in Künzelsau herum und sind damit ein erneutes klares Bekenntnis zur Region Hohenlohe.

Multifunktionaler Anbau

Zu Jahresbeginn gab der Schraubengigant bekannt, das Carmen-Würth-Forum zu vollenden. Das Kultur- und Kongresszentrum am Würth-Stammsitz in Künzelsau-Gaisbach wurde Mitte Juli 2017 anlässlich des 80. Geburtstages von Carmen Würth eröffnet. In der Region hat sich die Kulturstätte fest etabliert: Allein 2018 fanden im Forum rund 100 Veranstaltungen mit mehr als 70 000 Besuchern statt. Dieser Erfolg und der Wunsch, den Anforderungen externer Großveranstalter gerecht zu werden, waren ausschlaggebend für die Entscheidung, das Forum 2019 zu erweitern. „Durch die wirtschaftliche Aktivität der Region besteht unbedingter Bedarf an dem von Anbeginn als multifunktionale Anlage geplanten Carmen-Würth-Forum, das intern wie extern genutzt werden kann und dadurch die Region stärkt“, unterstreicht Reinhold Würth, Stiftungsaufsichtsratsvorsitzender der Würth-Gruppe. Die Investitionssumme für das Erweiterungsvorhaben beläuft sich auf 39 Millionen Euro. Die Eröffnung ist für April 2020 geplant. Der Veranstaltungsbetrieb wird während der Bauphase fortgesetzt.

Die Erweiterung umfasst eine Fläche von 5550 Quadratmetern. Geplant sind zehn unterteilbare Konferenzräume, in denen bis zu 700 Personen Platz finden. Die zusätzlichen Räumlichkeiten ermöglichen in Verbindung mit dem bisherigen Bestand viele neue Veranstaltungsformate und eignen sich für Kongresse, Konferenzen, Messen und Ausstellungen in großem Rahmen.

Zudem sieht der zweite Bauabschnitt ein Museum für eine Dauerausstellung mit Highlights aus der Sammlung Würth vor. Das Museum kann bei der Anmietung des Kultur- und Kongresszentrums von Veranstaltern bei Abendveranstaltungen als exklusive Eventfläche genutzt werden. Ein zweites Foyer, ein Innenhof sowie ein Café strukturieren den Besucherfluss zwischen den Konferenzräumen und dem Museum. Der Komplex wurde vom Berliner Büro des britischen Architekten David Chipperfield entworfen. „Mit dem zweiten Bauabschnitt vollenden wir das Carmen-Würth-Forum und Reinhold Würths Vision für ein Gebäude, das ein Ort des Zusammenkommens ist und eine Geste an die Mitarbeiter von Würth“, sagt der Architekt Chipperfield.

Neues Umschlaglager

Eine weitere Investition in den Raum Hohenlohe tätigt die Adolf Würth GmbH & Co. KG mit dem Bau eines neuen Umschlaglagers im Gewerbepark Hohenlohe bei Kupferzell. Der Spatenstich fand im vergangenen Jahr statt. Die Fertigstellung des Lagers ist für Sommer 2020 geplant.

red