Jasmin Heyd zum neuen Käthchen von Heilbronn gewählt

Die Kandidatinnen für das Käthchen-Amt bei der Wahl am 13. April (von links): Sophie Scholl, Lisa Roth, Jasmin Heyd, Denise Fohr. Foto: HMG

Jasmin Heyd ist das neue Käthchen der Stadt Heilbronn. Sie setzte sich bei der 24. Wahl zur Stadtrepräsentantin am 13. April gegen ihre drei Konkurrentinnen durch. Diese agieren nun allesamt als ihre Stellvertreterinnen.

Beifall, Scheinwerferlicht und blitzende Kameras. So beginnen traditionell die ersten Minuten des Käthchenamts. Auch Jasmin Heyd hat diesen Moment ganz bewusste erlebt: „Ich war überwältigt. Mir haben wirklich die Worte gefehlt.“ Die 20-jährige Heilbronnerin hat sich von ihren drei Konkurrentinnen durch ihren besonders starken Auftritt bei der Wahl am Freitag, 13. April, absetzen können. Aber Verlierer gab es bei der 24. Käthchenwahl unter der Pyramide der Kreissparkasse Heilbronn an diesem Abend nicht: Ihre Mitbewerberinnen sind allesamt als Stellvertreterinnen gekürt worden. Zum ersten Mal wird das Käthchen von Heilbronn also drei, statt wie bisher zwei Vertreterinnen an seiner Seite haben.

„Die Bewerberinnen haben dieses Jahr wirklich alle überzeugen können“, erklärt Steffen Schoch. „Gerade für das Buga-Jahr 2019 freuen wir uns, dass wir nun insgesamt vier Käthchen als Botschafter unserer Stadt haben werden, die als Symbolfigur Heilbronns Besucher und Gäste authentisch und sympathisch von den Vorzügen unserer Stadt überzeugen“, so der Chef der Heilbronn Marketing GmbH, die die Käthchenwahl organisiert und das Amt des Käthchens begleitet.

Denise Fohr (22), Lisa Roth (17) und Laura Sophie Scholl (17) heißen die Stellvertreterinnen, für die gemeinsam mit Jasmin Heyd heute ihre Zeit als Käthchen von Heilbronn beginnt. Und dieses Amt haben sie sich erarbeitet. Nach einer schriftlichen Prüfung vor der Wahl, mussten die Kandidatinnen auf der Käthchenwahl-Bühne ihre Spontaneität unter Beweis stellen. So galt es beispielsweise knackig und kurz Heilbronner Veranstaltungen zu beschreiben.

Für die Einordnung des historischen Kleist-Stoffs in die Gegenwart sorgte der Poetry-Slam-Beitrag von Lisa Maria Olsazkiewiecz. Sie machte aus der lieblich-reinen Kleist-Vorlage einen aufmüpfigen Teenager, der sich von den Eltern freistrampelt und zum ersten Mal unsterblich verliebt ist. Neben dem Heilbronner Kulturkeller gestaltete außerdem der Popgeiger Jan Michael Vajs mit Gitarrenbegleitung das Rahmenprogramm.

Die Jury bestand aus Oberbürgermeister Harry Mergel, Steffen Schoch (Geschäftsführer Heilbronn Marketing GmbH), Nico Weinmann (Vorstand Verkehrsverein Heilbronn), Alexander Birken (Abteilungsleiter Kommunikation KSK Heilbronn), Berthold Stückle (Leitung & Prokurist Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH), Bärbel Kistner (Redakteurin Heilbronner Stimme), Angelika Biesdorf (Heilbronner Bürgerstiftung), Bettina Kruck-Hampo (Stadtführerin), Corinna Hotzy (Ex-Käthchen) und Brigitte Fritz-Kador (Freie Journalistin).