Prägende Einblicke

Irgendwas mit Medien – das können sich viele junge Berufssuchende vorstellen, auch Verena Köger. Sie hat einige Praktika absolviert, bevor sie sich mit ihrem Berufsziel sicher war. Ein Erfahrungsbericht.

Zeitung
Du bist fertig mit der Schule und hast keine Ahnung, was du danach machen willst? Willkommen im Club, so ging es mir auch. Deshalb erschien mir ein Praktikum sinnvoll. Ins Blaue hinein habe ich mich entschieden, in die Redaktion des Haller Tagblatts zu schnuppern. Deutsch lag mir immer in der Schule. Einen Versuch war es wert. Und ich sage es dir: Das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich Journalistin werden will. Der Beruf ist spannend und vielseitig. Das Beste ist: Man lernt jeden Tag etwas Neues dazu.

Radio
Endlich im Studentenleben angekommen, steht auch schon das Pflichtpraktikum an. Ich habe mich für den Radiosender Radio Regenbogen entschieden. Darauf gekommen bin ich durch Internetrecherche. Beim Radio geht es vor allem darum, zu unterhalten und für gute Stimmung zu sorgen. Ein lockerer Spruch hier, ein Lacher da. Umfragen einholen, Interviews führen und Töne schneiden, gehören zu den täglichen Aufgaben. Wenn du kontaktfreudig, offen sowie kreativ bist und Spaß daran hast, andere mit deiner guten Laune anzustecken, dann bewirb dich doch auch mal. Radiosender suchen immer Praktikanten.

Pressestelle
Die Bachelorarbeit ist fertig. Warten auf die Note war angesagt. Die Zeit habe ich mir mit einem Praktikum in der Pressestelle des Regierungspräsidiums Stuttgart vertrieben. Um den Platz zu bekommen, half das berühmte „Vitamin B“. Die Öffentlichkeitsarbeit in einer solchen Organisation bietet tiefe Einblicke – einen Rundumschlag sozusagen. Ich wusste nicht, welche Abteilungen und Berufszweige dort vertreten sind. Spannend war auch, die Perspektive zu ändern: Informationen weitergeben, anstatt sie zu erhalten.

Magazin
Zeitung, Radio, Pressestelle – da fehlte für mich noch etwas. Die Arbeit bei einer Zeitschrift wollte ich kennenlernen. Beim PROMAGAZIN war ich von Anfang an beteiligt: von der Erstellung des Themenplans bis zur Heftproduktion. Recherchieren, Interviews führen, Artikel schreiben und redigieren, auch beim Layout konnte ich eigene Ideen einbringen. Vieles ist wie bei der Zeitung, allerdings ist die Arbeit bei einem Magazin nicht so an das Tagesgeschehen gebunden. Das lässt Spielräume für kreative Impulse.

Fazit
Egal, wo du ein Praktikum machst, merke dir eins: Erfahrungen – gute oder schlechte – sind Gold wert und prägen dich fürs Leben. Auch die Erkenntnis, dass dir ein bestimmter Bereich nicht zusagt, ist wichtig für deine künftige Berufswahl.

Verena Köger