Region der Weltmarktführer

Investition in die Zukunft der Region: Würth baut ein großes Logistiklager im Gewerbepark Hohenlohe, in direkter Nähe zur A 6.Fotos: Würth/Peter Petter, Marc Weigert

Eine hohe Wirtschaftskraft und Wertschöpfung, eine gute Arbeitsplatzentwicklung, ein hoher Freizeitwert dank wunderschöner Landschaften und kultureller Highlights: All das und mehr kennzeichnet die Region Heilbronn-Franken.

Die Region Heilbronn-Franken, bestehend aus der Stadt Heilbronn und den Landkreisen Heilbronn, Hohenlohe, Schwäbisch Hall und Main-Tauber, ist die flächengrößte der 12 Planungsregionen des Landes Baden-Württemberg. Auch wenn große Teile dem Ländlichen Raum zuzuordnen sind, hat sie sich wirtschaftlich rasant entwickelt und gilt heute als Region der Weltmarktführer. Der Umsatz der Industrieunternehmen stieg seit 1973 um beinahe das Zehnfache an. In Baden-Württemberg erhöhte sich der Umsatz im selben Zeitraum um das Sechsfache. Viele innovative, familiengeführte und mittelständische Unternehmen haben sich in meist kleinen und engen Marktsegmenten weltweit einen Namen gemacht und ihre Produkte und Technologien an die Spitze des Wettbewerbs gesetzt.

Die Region Heilbronn-Franken punktet zudem mit einer positiven und überdurchschnittlichen Arbeitsplatzentwicklung, einer hohen Wertschöpfung und Exportquote und sehr niedrigen Arbeitslosenzahlen. Regelmäßig tauchen insbesondere der Landkreis Heilbronn aber auch andere Teile der Region auf den vorderen Plätzen im Landkreis-Ranking des Magazins Focus auf. Heilbronn-Franken ist eine der umsatzstärksten Industrieregionen im Südwesten und liegt auf Platz drei der baden-württembergischen Rangliste.

Auch beim Bruttoinlandsprodukt zählt die Region Heilbronn-Franken zu den vier wirtschaftsstärksten Regionen im Südwesten. Treiber sind dabei unter anderem die Montage- und Befestigungstechnik, etwa die Würth Gruppe, aber auch die Automobilindustrie mit ihren Zulieferern, die Verpackungstechnik unter dem Stichwort „Packaging Valley“, Labor­glas, Verpackungsmaschinen, Ventilatoren- und Lüftungstechnik, Ventil-, Mess- und Regeltechnik oder Medizintechnik.

Auch das Handwerk in der Region Heilbronn-Franken hat goldenen Boden. Die Konjunktur hat im zweiten Quartal 2018 noch einmal Schwung aufgenommen. Mit ihrer Geschäftslage zufrieden waren in den letzten drei Monaten 81,9 Prozent der befragten Handwerker.

Demografischer Wandel

Ebenfalls gut aufgestellt ist man beim Bevölkerungszuwachs. Gegen den Trend kann Heilbronn-Franken insgesamt in der Vorausberechnung zulegen. Aber trotzdem geht die demografische Entwicklung an der Region nicht spurlos vorbei. Der Fachkräftemangel etwa ist längst auch hier angekommen. Der Engpass in Heilbronn-Franken wird von heute 23.000 fehlenden Fachkräften auf 45.000 im Jahr 2030 ansteigen. Die Unternehmen aus der Region werden etwa jede siebte Fachkräftestelle nicht besetzen können. Selbst für einfache Tätigkeiten wird nicht mehr ausreichend Personal zu finden sein. Jede fünfzehnte Stelle für An- und Ungelernte wird im Jahr 2030 unbesetzt bleiben. Auch die Digitalisierung kann diesen Trend nicht abmildern. Gleiches gilt für das Handwerk. Auch hier gibt es erste Anzeichen, dass der Fachkräftemangel das Wachstum ausbremsen könnte.

Wo viel Licht ist, gibt es bekanntlich aber auch Schatten: So ist Heilbronn-Franken bei der Zahl der Studierenden nach wie vor Schlusslicht in Baden-Württemberg, obwohl sich die Zahl der Studenten pro 1000 Einwohnern seit 2006/07 von 6,5 auf 12 fast verdoppelt hat. Dabei ist die Verbesserung in großem Umfang vom persönlichen Engagement aus der regionalen Wirtschaft gespeist. Nur beispielhaft genannt seien hier Prof. Reinhold Würth und Dieter Schwarz. Nachholbedarf gibt es sicherlich auch im Bereich der Gründung und Einbindung von Start-ups. Aber auch der anstehende Wandel im Bereich Mobilität ist für eine Region, die sehr stark vom Automobilbereich und deren Zulieferern gekennzeichnet ist, eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Ebenso gibt es Verbesserungsbedarf bei der Infrastruktur. Der dreispurige Ausbau der A 6 und von Teilen der A 81 lassen ebenso auf sich warten wie der dringend notwendige Ausbau der Neckarschleusen. Abgehängt ist man bei der Bahn.

Hohe Lebensqualität

Insgesamt betrachtet ist Heilbronn-Franken aber einer der treibenden Wirtschaftsstandorte in Baden-Württemberg und damit auch in Deutschland. Die Region ist geprägt von weltoffenen und schaffigen Menschen, denen eine gewisse „Schlitz­ohrigkeit“ nachgesagt wird.

Wunderschöne Landschaften, malerische Ortschaften und eine Vielzahl an kulturellen Highlights, nur beispielhaft genannt seien Kunsthalle und Museum Würth, ein hoher Freizeitwert und wirtschaftliche Stärke prägen eine Raumschaft, in der es sich gut leben und arbeiten lässt. Gerade mit dem anstehenden Highlight Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn können Sie sich ein Bild unserer Region Heilbronn-Franken machen. Besuchen Sie uns.

Jochen K. Kübler

Zur Person
Jochen K. Kübler ist seit acht Jahren Vorstandsvorsitzender der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.. Der 65-Jährige war 22 Jahre lang sowohl Bürger- als auch Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Öhringen im Hohenlohekreis. Der gebürtige Bad Cannstatter ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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