Reinschnuppern, was das Zeug hält

Bei einem Praktikum erhält man erste Einblicke beispielsweise in den Büroalltag und darf schon selbst aktiv werden. Foto: Fotolia/Mariesacha

Praktische Erfahrungen sind heute im Bewerbungsprozess das A und O. Eine gute Möglichkeit für Schüler und junge Menschen, frühzeitig solche zu bekommen, bietet ein Praktikum – sei es ein Pflichtpraktikum von der Schule aus oder auf freiwilliger Basis.

Vor allem vor dem Berufseinstieg ist es für Schüler und frische Schulabsolventen wichtig, jede Chance zu nutzen, um möglichst viele Einblicke in das Berufsleben zu bekommen. Praxisluft schnuppern, heißt die Devise. Ein Pflichtpraktikum, etwa Bors oder Bogy, zur Berufsorientierung gibt es in der Schule. So lernen die Teilnehmer während des Pflichtpraktikums den Alltag und die Arbeitsbedingungen in einem Unternehmen kennen. Auf diese Weise wird ein authentischer Eindruck vermittelt, wie sich beispielsweise ein Bürojob oder eine Arbeitsstelle in der Fabrik anfühlt. Auch Schnupperpraktika sind eine gute Möglichkeit. Hier können die künftigen Berufseinsteiger hautnah erleben, wie die Zusammenarbeit unter Kollegen funktioniert und wie ein Acht-Stunden-Tag aussieht.

Wie kommen Schüler nun an ein Praktikum? Ist ein Betrieb gefunden, der den Interessen des jungen Menschen enspricht, geht es ans Nachfragen, ob so etwas möglich ist. Bei Praktika, die nur einige Wochen gehen, hilft es auch, sich im Bekanntenkreis der jungen Leute umzuhören.

Kommt eine positive Rückmeldung zurück, lautet der nächste Schritt bewerben. Los geht es mit dem Recherchieren, welche Unterlagen benötigt werden. Nachdem Lebenslauf und kurzes Anschreiben erledigt und abgeschickt sind, kommt es nun darauf an, welche Erwartungen die Schüler an diese Zeit stellen. Neugierig sein und sich viele Fragen zu notieren, ist genau richtig. Pünktlich kommen ist auch für junge Praktikanten Pflicht, sie wollen ja einen guten und bleibenden Eindruck hinterlassen.

Je nach Betrieb warten folgende Aufgaben auf die jungen Menschen: In einem Sägewerk dürfen sie sicherlich mit anpacken, Latten sortieren oder beim Stapler mitfahren. In einer sozialen Einrichtung wie einer Kita stehen natürlich die Kinder im Vordergrund: Hier heißt es beispielsweise vorlesen, spielen und singen. Tätigkeiten wie Telefonate führen, Tabellen erstellen oder Unterlagen sortieren stehen in einem Praktikum im Büro sicherlich ebenso auf der Liste wie Postdienst oder Dokumente scannen.

Wichtig ist es gerade für Neulinge, immer freundlich zu bleiben und aufgeweckt zu sein; manchmal vielleicht auch über den eigenen Schatten zu springen und Dinge auszuprobieren, die sie noch nicht gemacht haben.

Annika Wieland