SLK-Kliniken blicken trotz negativem Ergebnis positiv in die Zukunft

Über 200.000 Patienten begaben sich stationär und ambulant im Jahr 2017 in Behandlung an den vier Standorten der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH. Foto: Mario Berger

Die SLK-Kliniken Heilbronn GmbH, zu der drei Akutkliniken und eine Rehabilitationsklinik im Stadt- und Landkreis Heilbronn gehören, hat ihre Jahresbilanz für 2017 vorgelegt. Beim Gesamterlös sowie bei den Patientenzahlen einzelner Standorte stehen negative Entwicklungen zu Buche. Diese sollen aber mit erbrachten Investitionen in die Zukunft schnell behoben werden.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnten die SLK-Kliniken zahlreiche große Meilensteine erreichen: Dazu gehören neben der Inbetriebnahme des Neubaus am Gesundbrunnen im Februar, der Beginn des Neubaus der Neonatologie sowie die beginnende Umstrukturierung des Standortes Brackenheim.

Insgesamt 71.100 Patienten wurden an den vier SLK-Standorten im Jahr 2017 stationär versorgt. Im ambulanten Bereich nahmen rund 175.000 Patienten Leistungen des Gesundheitsversorgers in Anspruch. Der Umzug der Abteilungen Innere Medizin und Chirurgie an den Gesundbrunnen hatte am Standort Brackenheim einen deutlichen Patientenrückgang zur Folge. Dieser konnte trotz gestiegener Patientenzahlen im Klinikum am Gesundbrunnen wegen der zeitgleichen Inbetriebnahme des Neubaus nicht vollständig kompensiert werden.

Eine Steigerung der Patientenzahlen am Gesundbrunnen wird für das dieses Jahr erwartet. Im Klinikum am Plattenwald waren es schon im vergangenen Jahr rund fünf Prozent, in Zahlen: 600 Patienten, zusätzlich. „Es freut uns sehr, dass die neuen Kliniken nach der Anlaufphase sehr gut angenommen werden“, sagt Thomas Jendges, Geschäftsführer der SLK-Kliniken.

Umstrukturierung schlägt sich im Gesamtergebnis nieder

Der Klinikverbund verzeichnete 2017 bei einem Gesamterlös von rund 346 Millionen Euro ein Minus von 8,76 Millionen Euro. Die wirtschaftliche Situation der SLK-Kliniken wurde 2017 im Wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt: den Umstrukturierungskosten und der Leistungsentwicklung. „Nach diesen Einmaleffekten in 2017 erwarten wir für 2018 ein deutlich besseres Ergebnis. 2019 werden wir wieder eine ausgeglichene Bilanz für die SLK-Kliniken erreichen“, prognostiziert Jendges.

Die Anzahl der Mitarbeiter stieg auch im vergangenen Jahr um rund 100 Mitarbeiter auf aktuell 4304 an. Neueinstellungen erfolgten vor allem in den klinischen Bereichen, insbesondere in der Pflege und im ärztlichen Dienst. Aufgrund der erwarteten Leistungsentwicklung in 2018 und den Folgejahren rechnen die SLK-Kliniken mit einem weiteren Anstieg der Mitarbeiterzahlen.

Bei der Tochtergesellschaft, der Lungenklinik Löwenstein, hat sich die Komplexität und Schwere der Behandlungsfälle bei konstanten Patientenzahlen erhöht. Das wirtschaftliche Ergebnis lag zwar noch im Minusbereich, ist aber deutlich besser als im Jahr zuvor. Bei gleicher Entwicklung wird bereits ab dem Jahr 2018 mit einem ausgeglichenen Ergebnis in Löwenstein gerechnet.