Diese Skills machen zukunftsfähig

Vernetzte Arbeitswelt: Digitale Technik, Teamwork und agile Arbeitsmethoden werden immer wichtiger. Foto: Adobe Stock/Leonid

Die Arbeitswelt verändert sich. Arbeitnehmer müssen sich neue Fähigkeiten, neue Skills aneignen. Arbeitgeber hingegen müssen sich auf einen Wertewandel der kommenden Generationen einstellen.

Es wird immer wieder behauptet, dass die Digitalisierung Arbeitsplätze vernichten würde. Gleichzeitig gilt aber auch, dass sie neue Arbeitsplätze schaffen und viele einfach verändern wird. Um mit den technischen Entwicklungen Schritt zu halten, sind neue Fähigkeiten gefragt. Der flüssige Umgang mit Computern und digitalen Werkzeugen wird bereits heute bei Berufseinsteigern vorausgesetzt. Auch Berufserfahrene kommen in vielen Bereichen nicht umhin, sich solche Fähigkeiten (neudeutsch: Skills) anzueignen.

Lernbereitschaft

Im gleichen Maße, mit dem die digitale Technik in die einzelnen Tätigkeiten Einzug hält, müssen sich Arbeitnehmer fortbilden und auf die Veränderungen einlassen. Ein „Augen zu und durch“ wird kaum gelingen. Hier zeigt sich die wahrhafte Bedeutung des Mottos „lebenslanges Lernen“.

Flexibilität

Weniger offensichtlich aber genauso tiefgreifend sind Änderungen, die sich darin zeigen, wie wir miteinander arbeiten. Agiles Arbeiten ist einer der Trends, der helfen soll, Aufgaben und Projekte in Teamarbeit dynamischer zu bewältigen. Dabei werden Lösungen nicht in der Theorie perfektioniert, bevor sie umgesetzt werden. Stattdessen werden Meilensteine in der Entwicklung gesetzt und unmittelbar getestet. So sollen sich Schwachstellen und Stärken durch die praktische Anwendung schneller zeigen. Insgesamt verspricht man sich von dieser Vorgehensweise eine schnellere und effizientere Lösungsfindung.

Ein anderes Schlagwort der neuen Arbeitswelt ist das „Empowerment“, das man frei mit „Befähigung“ übersetzen kann. Dabei werden mehr Entscheidungskompetenzen auf Arbeitnehmer übertragen. Damit diese ihrer neuen, verantwortungsvollen Rolle gerecht werden können, müssen sie zusätzliche Fähigkeiten aufbauen. Auch hier kommt das Motto des lebenslangen Lernens wieder ins Spiel.

Neue Arbeitsformen

Das vernetzte Arbeiten und die Teamarbeit werden ebenfalls immer wichtiger. Daher gehören Teamfähigkeit, interkulturelle Offenheit und Kommunikationsstärke heute zu den Grundanforderungen, die Betriebe an ihre Mitarbeiter stellen.

Bei vielen Arbeitgebern haben Arbeitsformen wie Vertrauensarbeitszeit und Home-Office Einzug gehalten. Wenn mobile Geräte und freie Arbeitszeitgestaltung ermöglichen, dass Arbeit und Freizeit immer mehr ineinandergreifen, dann müssen die Menschen auch lernen, damit verantworttungsvoll umzugehen. Manchen fällt dies einfacher als anderen. Letztlich erwartet jeder Betrieb von seinem Beschäftigten, dass er die Leistung erbringt, für die er sein Gehalt erhält.

Aktuell sind die genannten Fähigkeiten noch nicht überall notwendig, da sich noch nicht alle Unternehmen und nicht alle Bereiche auf solche Arbeitsformen umgestellt haben. Aber es zeigt sich, dass diese Trends immer mehr Branchen und Berufe erfassen. Lebenslanges Lernen wird daher für Arbeitnehmer in Zukunft immer wichtiger werden.

Ralf Eisenbeiß

Zur Person
Ralf Eisenbeiß ist Pressesprecher bei der Franz & Wach Personalservice GmbH in Crailsheim. Der promovierte Forstwissenschaftler ist auch für das Employer Branding und das Personalmarketing zuständig. Der bundesweit tätige Personaldienstleister Franz & Wach beschäftigt mehr als 2400 Mitarbeiter in derzeit 25 Niederlassungen und wurde als Arbeitgeber mehrfach ausgezeichnet durch das Top Employers Institute und das Magazin Focus.