Unternehmen setzen auf KI-Agenten: Die Vor- und Nachteile der intelligenten Automatisierung

Führungskräfte verschiedenster Branchen erwarten bis Ende 2025 einen beträchtlichen Anstieg KI-gestützter Arbeitsabläufe. Welche Vor- und Nachteile die befragten Unternehmensvertreter mit KI-Agenten verbinden, zeigt eine Studie des IBM Institute for Business Value.

KI-Agenten in Unternehmen
Die meisten Befragten erwarten, dass KI-Agenten die Effizienz und Leistungsfähigkeit von Prozessen deutlich steigern werden. Foto: Adobe Stock/thanmano

Unternehmen implementieren zunehmend KI-gestützte Arbeitsabläufe und skalieren diese in großem Umfang. Eine aktuelle Studie des IBM Institute for Business Value belegt, das agentenbasierte Künstliche Intelligenz häufig eine Rolle spielt, wenn es darum geht Entscheidungsprozesse zu optimieren und Automatisierungspotenziale zu nutzen. Dies berichtet das Institut in einer Mitteilung.

Die Studie „AI Projects to Profits“, bei der weltweit 2900 Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass der Anteil KI-gestützter Arbeitsabläufe von derzeit 3 Prozent bis Ende 2025 auf 25 Prozent steigen soll. Zudem betonen 70 Prozent der Befragten die Bedeutung agentenbasierter KI für die Zukunft ihrer Unternehmen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Organisationen gezielt Experimente mit KI-Technologien vorantreiben.

Für mehr Effizienz: Unternehmen setzen auf KI-Agenten

Vor dem Hintergrund der beschleunigten digitalen Transformation können Unternehmen KI-Agenten als nächste Entwicklungsstufe intelligenter Automatisierung einsetzen. Laut der Studie erwarten 83 Prozent der Befragten, dass KI-Agenten bis 2026 die Effizienz und Leistungsfähigkeit von Prozessen deutlich steigern werden. Zudem gehen 71 Prozent davon aus, dass sich die KI-Agenten eigenständig an veränderte Arbeitsabläufe anpassen können.

„Wir beobachten, dass immer mehr Kunden in der agentenbasierten KI den Schlüssel sehen, der ihnen hilft, über inkrementelle Produktivitätssteigerungen hinauszugehen und tatsächlich geschäftlichen Mehrwert durch KI zu erzielen, insbesondere bei der Anwendung in ihren Kernprozessen wie Lieferkette und Personalwesen“, erklärt Francesco Brenna, VP & Senior Partner, AI Integration Services bei IBM Consulting.

„Es geht nicht darum, einen Agenten in einen bestehenden Prozess einzubinden und auf das Beste zu hoffen. Dies bedeutet eine Neustrukturierung der Prozessausführung, eine Neugestaltung des Benutzererlebnisses, eine End-to-End-Orchestrierung der Agenten und die Integration der richtigen Daten, um durchgehend Kontext, Speicher und Intelligenz bereitzustellen.“

Die Vor- und Nachteile von KI-Agenten

Die folgenden Vorteile treiben der Studie zufolge die Einführung agentenbasierter KI-Systeme in allen Branchen voran:

  • Eine „verbesserte Entscheidungsfindung“ gaben über zwei Drittel (69 Prozent) der befragten Führungskräfte als größten Vorteile agentenbasierter KI-Systeme an.
  • „Kostensenkung durch Automatisierung“ nannten 67 Prozent der Befragten als Vorteil.
  • Beinahe die Hälfte (47 Prozent) der befragten Führungskräfte bezeichnet „Wettbewerbsvorteile“ als größten Nutzen agentenbasierter KI-System.
  • 44 Prozent der befragten Führungskräfte gaben an, dass die Erfahrung der Mitarbeitenden der wichtigste Vorteil ist.
  • 42 Prozent der Befragten sehen in der verbesserten Bindung qualifizierter Fachkräfte einen weiteren wesentlichen Vorteil der Einführung solcher KI-Lösungen.

Trotz all dieser Vorteile haben die Führungskräfte jedoch auch Vorbehalte gegenüber der Implementierung agentenbasierter Künstlicher Intelligenz. Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) sieht datenschutzbezogene Bedenken als Hürde, während 46 Prozent Vertrauensfragen und 42 Prozent den Mangel an qualifiziertem Personal als wesentliche Herausforderungen für die Implementierung in ihren Organisationen anführen.

Red.


Über die Studie

Die Studie des IBM Institute for Business Value, die in Kooperation mit Oxford Economics erstellt wurde, basiert auf den Ergebnissen zweier Umfragen aus dem Jahr 2025: der „AI at the Core Survey“ mit 2.500 Führungskräften aus 18 Branchen und 19 Regionen sowie der „Agentic AI Pulse Survey“, an der 400 Führungskräfte aus der C-Suite aus 15 Positionen, 11 Branchen und 6 Ländern teilnahmen.


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