In Baden-Württemberg ist die Kultur- und Kreativwirtschaft einer Studie zufolge erneut gewachsen. Besonders zu dem Anstieg beigetragen hat die Software- und Games-Industrie des Landes.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg verzeichnet erneut ein deutliches Wachstum. Die Umsatzzahlen für das Jahr 2023, veröffentlicht in der Standortstudie 2025 „Kultur- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg“, dokumentieren einen Gesamtumsatz von rund 30,5 Milliarden Euro, erzielt von 28.229 Unternehmen der Branche.
Dies entspricht einem Umsatzanstieg von nahezu fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Land Baden-Württemberg in einer Mitteilung berichtet. Die jährlich erscheinende Studie wurde im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus sowie der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) erstellt, die als Landeseinrichtung die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Region gezielt fördert.
Kultur- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg erneut gewachsen
„Die aktuelle Standortstudie zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg zeigt deren Stärke und unterstreicht ihre Rolle als Innovationstreiberin für die gesamte Wirtschaft im Land“, so Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. „Besonderer Motor bleibt weiterhin die Software- und Games-Branche mit enormen Wachstumspotenzialen, aber auch einer entscheidenden Rolle im Transformations- und Digitalisierungsprozess für alle Branchen.“
Im Jahr 2024 verzeichnete die Kultur- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg einen moderaten Rückgang der Beschäftigtenzahl um etwa 1,2 Prozent auf insgesamt 192.000 Beschäftigte. Trotzdem übertrifft die Branche die Beschäftigtenzahlen der Pharmaindustrie, der Energieversorgung sowie der Chemischen Industrie zusammen, die gemeinsam rund 114.000 Beschäftigte zählen. Seit 2019 weist die Kultur- und Kreativwirtschaft ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund einem Prozent auf.
Die Bedeutung der Software- und Games-Industrie
Bei der Kultur- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg handelt es sich um eine ausgesprochen heterogene Branche, in der sich die Anteile der einzelnen Teilmärkte deutlich unterscheiden. Mit einem Gesamtumsatz von rund 16,6 Milliarden Euro im Jahr 2023 behauptete die Software- und Games-Industrie erneut ihre Position als mit Abstand umsatzstärkster Teilmarkt.
Das Wachstum von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht mehr als der Hälfte der gesamten Einnahmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Region. Besonders hervorzuheben ist die herausragende Bedeutung und die dynamische Entwicklung des Visual Effects (VFX)-, Animations- und Games-Sektors, der unter anderem im Zusammenhang mit dem Metaverse eine zentrale Rolle einnimmt.
Die Studie prognostiziert, dass die Software- und Games-Industrie ihre Funktion als Innovationstreiberin weiter festigen und ihre Spitzenposition langfristig behaupten wird. Wesentliche Treiber dieser positiven Entwicklung sind insbesondere Effizienzsteigerungen durch den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz sowie Gamification-Ansätze. Zudem wird eine intensivere Kooperation zwischen der Software- und der Games-Industrie als entscheidender Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit hervorgehoben.
Red.


