Ein Großteil der Unternehmen in Deutschland hat keinen vollständigen Überblick über ihre Verträge. Dies belegt eine aktuelle Studie zum Vertragsmanagement in Unternehmen.

Eine aktuelle Erhebung zeigt: 64 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland verfügen über keinen oder nur einen eingeschränkten Überblick über ihre laufenden Verträge. Für die Studie wurden 221 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und Größenklassen befragt, die jeweils mehr als 100 Verträge verwalten.
Für die nach wissenschaftlichen Standards durchgeführte Studie des Research- und Analyseunternehmens techconsult und des Softwareunternehmens Ceyoniq Technology wurde analysiert, wie Unternehmen ihren Vertragsbestand strukturiert steuern und welche Anforderungen sie an ein intelligentes Contract-Lifecycle-Management (CLM) stellen. Dies berichtet Ceyoniq Technology in einer Mitteilung.
Von Excel bis CLM-Lösung: Vertragsmanagement in Unternehmen
Verträge bilden als juristische Dokumente das Fundament geschäftlicher Beziehungen. 96 Prozent der befragten Unternehmen messen der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit hohe Bedeutung bei (65 Prozent „sehr wichtig“, 31 Prozent „wichtig“).
Dennoch belegt die Studie, dass die Vertragsverwaltung vielerorts weiterhin manuell und uneinheitlich erfolgt – was wiederum die Effizienz beeinträchtigt.
- 22 Prozent der Unternehmen setzen ein lokal betriebenes CLM-System ein, 20 Prozent nutzen eine cloudbasierte CLM-Lösung.
- 46 Prozent organisieren ihr Vertragsmanagement über weniger flexible ERP- oder CRM-Systeme.
- 49 Prozent setzen einfache Programme wie Excel ein.
Viele Unternehmen setzen auf konventionelle Verfahren
Trotz der strategischen Bedeutung der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit im Vertragsmanagement bleibt die Umsetzung häufig hinter dem Anspruch zurück. Die Studie zeigt, dass in vielen Unternehmen weiterhin konventionelle Verfahren zur Koordination von Verträgen im Gebrauch sind.
- Rund 60 Prozent der Unternehmen arbeiten weiterhin nach dem klassischen Modell: Vertragsentwürfe zirkulieren als Word-Dateien per E‑Mail.
- In vergleichbarem Umfang nutzen Unternehmen allgemeine Cloud-Speicherdienste wie SharePoint oder Google Drive (59 Prozent).
- Digitale Verhandlungsplattformen mit sicheren, projektspezifischen Arbeitsräumen kommen bei 34 Prozent der Unternehmen zum Einsatz.
Red.


