Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Digital Hub ReDiKo in Rutesheim mit rund 400.000 Euro. Mit der Förderung startet das Zentrum in seine zweite Förderphase und entwickelt sich zu einem überregionalen Kompetenzzentrum für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Handwerk.

Das Land Baden-Württemberg unterstützt den regionalen Digital Hub „Regionale Digitale Kooperation im Handwerk“ (ReDiKo) in Rutesheim mit rund 400.000 Euro. Mit der Förderung wird ein überregional ausgerichtetes, branchenübergreifendes Kompetenzzentrum für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Handwerk aufgebaut.
Bereits am 6. Juli 2026 überreichte Staatssekretär Thomas Dörflinger bei einem Besuch des regionalen Digital Hubs in Rutesheim einen Förderbescheid über rund 400.000 Euro an die Projektverantwortlichen. Dies berichtet das Land Baden-Württemberg in einer Mitteilung.
Weitere Förderung für Digitalisierung im Handwerk
Mit der Förderung startet ReDiKo in die zweite Förderphase und setzt seine Arbeit als Anlaufstelle für Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg rund um die Digitalisierung fort. Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus investiert bis 2028 insgesamt rund sechs Millionen Euro in regionale Digitalisierungszentren an zwölf Standorten im Land.
„Die regionalen Digital Hubs unterstützen unsere Unternehmen vor Ort bei konkreten Innovations- und Digitalisierungsprojekten. Dadurch schaffen wir es, die Digitalisierung in die Fläche des Landes zu bringen und wichtige Technologiethemen für die Wirtschaft zugänglich zu machen“, so Thomas Dörflinger, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus.
„In den vergangenen Jahren wurden dadurch bereits 1400 Digitalisierungsprojekte angestoßen. ‚ReDiKo‘ sorgt mit passgenauen Unterstützungsangeboten dafür, dass wir gerade auch im Zeitalter von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) über ein starkes und innovatives Handwerk im Land verfügen.“
Vom Digital Hub zum überregionalen Kompetenzzentrum
Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus unterstützt seit 2018 branchenoffene Anlaufstellen zur Digitalisierung der Wirtschaft. Die regionalen Digital Hubs begleiten Unternehmen im Rahmen der Initiative Wirtschaft digital BW landesweit bei der digitalen Transformation.
ReDiKo ist seit 2023 als Anlaufstelle für Handwerksbetriebe in Digitalisierungsfragen tätig. Zu den bisherigen Projekten zählen die Unterstützung eines Stuckateurbetriebs bei der Einführung neuer Software sowie die Begleitung eines Elektrotechnikbetriebs bei der Beschaffung eines 3D-Druckers. Die Förderung wird nun um weitere zwei Jahre verlängert.
Gleichzeitig weitet ReDiKo seinen Wirkungskreis aus und positioniert sich über das Ausbau- und Bauhandwerk hinaus als überregionales, branchenübergreifendes Kompetenzzentrum für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Handwerk. Die Vernetzung mit Kreishandwerkerschaften und Fachverbänden soll die Angebote für Handwerksbetriebe im gesamten Land zugänglich machen.
Digitale Lösungen für die Praxis
ReDiKo unterstützt Unternehmen mit einem breiten Angebot zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Metaverse und Cybersicherheit. Darüber hinaus erhalten Handwerksbetriebe Unterstützung bei branchenspezifischen Fragestellungen, etwa zur digitalen Auftrags- und Baustellendokumentation. Dafür stellt der Digital Hub ein umfassendes Informations-, Schulungs- und Beratungsangebot bereit, das auch Online-Seminare umfasst.
Im Experimentierraum können Betriebe digitale Lösungen unter realen Bedingungen testen. Die dort verfügbare Hard- und Software wird kontinuierlich ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen die Initiierung, Begleitung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten in Handwerksbetrieben.
Red.
Über das Digital Hub-Netzwerk Baden-Württemberg
Als Teil des Digital-Hub-Netzwerks Baden-Württemberg ist ReDiKo eine von mehreren Anlaufstellen für die Digitalisierung der Wirtschaft im Land. Das Netzwerk bündelt die Kompetenzen der branchenoffenen regionalen Digital Hubs, des handwerksspezifischen Digital Hubs ReDiKo sowie der in Baden-Württemberg ansässigen themenspezifischen „de:hubs“ des Bundes und der europäischen digitalen Innovationszentren (EDIH). Ziel ist es, die daraus entstehenden Synergien bestmöglich für Unternehmen nutzbar zu machen. Sämtliche Hubs werden vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.


