Weihnachtsvorbereitungen 2.0: Wie KI bei der Geschenkesuche unterstützt

Rund ein Zehntel der Menschen setzt bei der Geschenkesuche für Weihnachten auf Chatbots wie ChatGPT. Die Mehrheit verlässt sich weiterhin jedoch lieber auf persönliche Empfehlungen von Familie und Freunden. Dies belegt eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V.

Geschenkesuche mit KI
KI als Weihnachtshelfer: Während einige sich bei der Geschenksuche von Künstlicher Intelligenz inspirieren lassen, bleiben persönliche Empfehlungen weiterhin die Nummer eins. Foto: AdobeStock/Svetlana Kolpakova

Weihnachten steht vor der Tür und die alljährliche Suche nach passenden Weihnachtsgeschenken ist in vollem Gange. Um nicht wieder die traditionellen Klassiker wie Krawatten, Bücher oder Strümpfe zu verschenken, setzen einige Suchende in diesem Jahr auf Inspirationen von Künstlicher Intelligenz.

9 Prozent der Deutschen möchten sich in diesem Jahr Tipps für Weihnachtsgeschenke von KI-Chatbots wie ChatGPT oder Google Gemini einholen. Die Mehrheit bleibt jedoch zurückhaltend. 74 Prozent der Deutschen sind überzeugt, selbst besser als eine KI einschätzen zu können, über welche Geschenke sich ihre Liebsten freuen würden. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Befragung von 1002 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dies berichtet der Verband in einer Mitteilung.

Geschenkesuche mit Künstlicher Intelligenz

Umgekehrt wäre es für die meisten kein Problem, ein von KI ausgewähltes Geschenk unter dem Weihnachtsbaum zu vorzufinden: 36 Prozent würden es gerne erfahren, wenn ihr Geschenk von einer KI ausgesucht wurde. Nur 31 Prozent hätten in einem solchen Fall Vorbehalte. Besonders aufgeschlossen zeigen sich in dieser Hinsicht jüngere Menschen. In der Altersgruppe ab 65 Jahren gaben dagegen 41 Prozent an, Schwierigkeiten mit einem von einer KI ausgewählten Geschenk zu haben.

„KI kann beim Geschenkefinden eine echte Hilfe sein – vorausgesetzt, sie bekommt gute Informationen“, berichtet Lucy Czachowski, KI-Expertin beim Bitkom. „Je konkreter Angaben zu Interessen, Hobbys oder dem verfügbaren Budget, desto treffsicherer werden die Vorschläge. KI ersetzt nicht die persönliche Note, aber wer sorgfältig promptet, kann nicht nur kreative Ideen bekommen, sondern auch Zeit und Stress beim Geschenkekauf sparen.“

22 Prozent der Befragten fänden es überdies super, wenn die KI die vorgeschlagenen Geschenke auch direkt bestellen würde. Ein KI-Abo wie ChatGPT-Pro zu Weihnachten zu verschenken können sich 16 Prozent vorstellen.

Diese Inspirationsquellen liegen im Trend

An erster Stelle stehen bei der Geschenkesuche weiterhin klassische Inspirationsquellen. 60 Prozent der Befragten holen sich Geschenkideen bei Freundinnen, Freunden oder innerhalb der Familie. 40 Prozent greifen auf die Vorschläge von Online-Shops zurück, 37 Prozent informieren sich in Prospekten oder Zeitschriften.

Vergleichbar viele (36 Prozent) lassen sich beim Stöbern in Geschäften inspirieren, während 29 Prozent Anregungen aus sozialen Netzwerken wie Instagram oder Pinterest gewinnen. Suchmaschinen werden von 26 Prozent als Ideengeber genutzt, das Fernsehen von 24 Prozent, und 5 Prozent lesen Blogs. 16 Prozent führen das Jahr über eine Geschenkeliste, während 1 Prozent jedes Jahr das gleiche Geschenk auswählt.

Red.

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