Künstliche Intelligenz kann für die deutsche Wirtschaft zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor werden. Wie weit verbreitet die Nutzung von KI in den Unternehmen aktuell ist, zeigt eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft.

Verschiedene Faktoren wie etwa die stagnierende Produktivität und der Fachkräftemangel bedrohen derzeit das Wachstum und den Wohlstand in Deutschland. Das Land steht vor der Herausforderung, seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in einem anspruchsvollen Umfeld zu sichern.
In diesem Prozess könnte der Künstlichen Intelligenz (KI) eine Schlüsselrolle zukommen. Das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln e.V. hat in einer Studie den aktuellen Stand der KI-Nutzung in deutschen Unternehmen ermittelt. Im Rahmen des IW-Zukunftspanels wurden zu diesem Zweck insgesamt 1038 Unternehmen befragt, so das Institut in einer Mitteilung.
Künstliche Intelligenz in der deutschen Wirtschaft
Der Studie zufolge verwenden 37 Prozent der befragten Unternehmen Künstliche Intelligenz. Hierbei zeigt sich hinsichtlich der Unternehmensgrößen eine Diskrepanz: Während 66 Prozent der großen Unternehmen die neue Technologie nutzen, sind es bei den kleinen Unternehmen nur 36 Prozent.
Im Branchenvergleich zeigt sich, dass KI bei den unternehmerischen Dienstleistern besonders beliebt ist. 55 Prozent von ihnen nutzen die neue Technologie. Es folgen die Elektroindustrie, der Maschinenbau und der Fahrzeugbau mit knapp 40 Prozent. Demgegenüber greifen Unternehmen aus Branchen wie der Bauwirtschaft, dem Großhandel und der Logistik deutlich seltener auf KI zurück. Die Umfrage ergab, dass weniger als 25 Prozent von ihnen Künstliche Intelligenz nutzen.
Zu den Tätigkeiten, die die befragten Unternehmen an die KI übertragen, gehört beispielsweise die Automatisierung von Routinearbeiten. Aber auch bei komplexen Aufgaben und der Qualitätsverbesserung unterstützt die Künstliche Intelligenz. Besonders beliebt ist vor allem die generative KI. Auffällig ist zudem, dass der KI-Einsatz meist punktuell in einzelnen Unternehmensbereichen und selten unternehmensweit erfolgt.
Red.

