14 Prozent der Gründerinnen und Gründer in Deutschland haben einen Einwanderungshintergrund, wie der Migrant Founders Monitor 2025 belegt. Trotzdem sollte Deutschland sich für Einwanderinnen und Einwanderer attraktiver aufstellen.

Für das deutsche Startup-Ökosystem ist Einwanderung ein bedeutender Wachstumstreiber. Dies zeigt der Migrant Founders Monitor 2025 der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und des Startup-Verbands.
Die eingewanderten Gründerinnen und Gründer verfügen über ein ausgeprägtes unternehmerisches Mindset und bringen zudem wichtiges Know-how mit nach Deutschland. Auf diese Weise leisten sie hierzulande einen unverzichtbaren Beitrag zu wirtschaftlicher Dynamik und Innovation, so die Friedrich-Naumann-Stiftung in einer Mitteilung.
Migrant Founders Monitor 2025: Migration trifft Innovation
Aufgrund dieses positiven Einflusses eingewanderter Gründerinnen und Gründer sollte Deutschland für diese attraktiver werden. So können schnellere Einwanderungsprozesse, mehr gesellschaftliche Offenheit und eine stärkere Internationalität vonseiten Deutschlands dazu beitragen, dass das Land international seine Wettbewerbsfähigkeit erhält.
Der Migrant Founders Monitor belegt, dass bereits heute 14 Prozent der Startup-Gründerinnen und -Gründer in Deutschland im Ausland geboren sind. Bei Unternehmen mit einer Milliardenbewertung – den sogenannten Unicorns – liegt der Anteil bei 23 Prozent.
Für das deutsche Startup-Ökosystem spielen Migrant Founders somit eine zentrale Rolle. Sie fördern Innovationen, gründen Unternehmen, die international ausgerichtet sind, und legen die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg.
Deutschland international als attraktiven Standort aufstellen
Ihre internationale Anziehungskraft ist für Startup-Ökosysteme ein entscheidender Faktor. Dies wird anhand des Beispiels USA deutlich, wo der Anteil zugewanderter Gründerinnen und Gründer unter den Unicorn-Startups bei 44 Prozent liegt. Die derzeitigen geopolitischen Verschiebungen könnten für Deutschland eine Gelegenheit sein, sich im globalen Wettbewerb als attraktiver Standort zu positionieren.
„Migration und Innovation gehören zusammen. Wenn wir im globalen Wettbewerb bestehen wollen, muss Deutschland für die talentiertesten Startup-Gründer*innen weltweit noch attraktiver werden“, so Prof. Dr. Stefan Kolev, Mitglied des Kuratorium der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. „Dafür braucht es eine offene Gesellschaft und weniger Bürokratie. Das Leben in Deutschland ist unglaublich attraktiv und wir müssen diese Anziehungskraft nutzen, um mehr internationale Gründerinnen und Gründer zu gewinnen.“
Red.
Über den Migrant Founders Monitor
Der Migrant Founders Monitor identifiziert Stärken und Herausforderungen des deutschen Startup-Ökosystem, wobei sein Fokus auf Gründerinnen und Gründern mit Einwanderungsgeschichte liegt. Für den Migrant Founders Monitor 2025 wurden Daten von 255 Gründerinnen und Gründern mit Einwanderungsgeschichte berücksichtigt.


