Die Innovationsplattform, die unter dem Namen „NXTGN Startup Factory“ entstehen soll, erhält eine Förderung in Millionenhöhe. Diese soll nicht nur eine neue Gründungswelle lostreten, sondern auch dazu beitragen, dass 10.000 neue Jobs in Zukunftsbranchen entstehen.

Technologiegetriebene Startups mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie mit dem Mittelstand vereinen – dieses Ziel wird die international sichtbare Innovationsplattform verfolgen, die unter dem Namen „NXTGN Startup Factory“ entstehen soll.
Im Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie konnte sich das Konsortium NXTGN, an dem beispielsweise mehrere baden-württembergische Universitäten, der IPAI und die Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart beteiligt sind, erfolgreich durchsetzen.
Um eine neue Gründungswelle auszulösen, stellen Bund und Wirtschaft für die NXTGN Startup Factory nun bis zu 20 Millionen Euro bereit. Dies berichtet das Land Baden-Württemberg in einer Mitteilung.
NXTGN Startup Factory soll Gründungsaktivitäten fördern
„Mit der NXTGN Startup Factory schreiben wir ein neues Kapitel in der Innovationsgeschichte unseres Landes“, so der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Baden-Württemberg denkt Zukunftstechnologien nicht im Kleinen, sondern systemisch: Wir verbinden Spitzenforschung, mutige Gründerinnen und Gründer sowie verantwortungsbewusste Unternehmen, um nachhaltigen Wohlstand und Lebensqualität für kommende Generationen zu sichern.“
Mit der leistungsfähigen Forschungslandschaft als Basis adressiert die NXTGN Startup Factory die breite fachliche Aufstellung der Hochschulen in Baden-Württemberg. Diese zeichnet sich durch eine wachsende Vielfalt an Gründungsaktivitäten aus, bei denen wissenschaftliche Erkenntnisse in wirtschaftliche Anwendungen überführt werden.
Die NXTGN Startup Factory basiert auf drei Säulen:
- der Stärkung von Startups auf dem Weg von der Forschung in den Markt
- dem Ermöglichen einer effizienten und strukturierten Zusammenarbeit zwischen Startups und mittelständischen Unternehmen
- der Verbindung von physischen Hubs und digitalen Angeboten mit dem Ziel Gründungspotenziale landesweit zu aktivieren und einzubinden
10.000 neue Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen angestrebt
In diesem Sinne will die NXTGN Startup Factory bis 2030 die Gründung von über 300 Deep-Tech-Startups in Baden-Württemberg ermöglichen. Außerdem strebt sie es an, mindestens 1000 Kooperationsvorhaben zwischen Startups und mittelständischer Wirtschaft zu vermitteln. Der Betrag von mindestens einer Milliarde privatem Risikokapital, den die NXTGN Startup Factory herbeiführen will, soll es zudem ermöglichen, dass in den Zukunftsbranchen des Landes 10.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.
Durch die Förderung des Bundes erhält die NXTGN Startup Factory über einen Zeitraum von fünf Jahren verteilt bis zu zehn Millionen Euro. Eine Finanzierung in gleicher Höhe hat außerdem die Privatwirtschaft zugesagt. Mit dem Geld strebt die Startup Factory es an, eine zentrale Anlaufstelle für technologiegetriebene Gründungen zu schaffen, die den Transfer der Forschung in die Wirtschaft beschleunigt und eng mit dem industriellen Mittelstand zusammenarbeitet.
„Wir wollen eine neue Gründungswelle lostreten – mit starken akademischen Partnern, verantwortungsbewussten und zukunftsorientierten Mittelständlern und einer klaren Mission: Applied Deep Tech for the Next Generation Mittelstand“, berichtet Adrian Thoma, Geschäftsführer der NXTGN Management GmbH. „Diese Anstrengung kann nur gemeinsam gelingen. Deshalb freuen wir uns, wenn sich weitere Partner unserer Bewegung anschließen wollen.“
Red.
Der Leuchtturmwettbewerb „Startup Factories“
Der Leuchtturmwettbewerb „Startup Factories“ gehört zur Startup Strategie der Bundesregierung. Er zielt darauf ab, neue zentrale Akteure des Startup-Ökosystems in Deutschland aufzubauen. Diese sollen privatwirtschaftlich organisiert und auf internationale Sichtbarkeit ausgerichtet sein. Bundesweit sollen bis zu zehn Startup Factories zu etablieren.


