Weihnachtsmärkte, Adventskalender, Lichterglanz: Wer sich aufs Fest freut, spürt weniger Stress

Wer sich auf Weihnachten freut, ist resilienter gegen Stress, ergab jüngst eine Studie. Unternehmen, Initiativen und Veranstalter in ganz Heilbronn-Franken wirken demnach wie Stimmungsaufheller: Sie bescheren den Menschen in der Region mit Adventskalendern, Weihnachtsmärkten und Aktionen eine Extraportion positiver Gefühle.

Weihnachtsmärkte in der Region Heilbronn-Franken
Wenn Schneeflocken tanzen und im Lichterglanz funkeln, sieht der Weihnachtsmarkt in Schwäbisch Hall besonders festlich aus. Foto: Adobe Stock/Alexander Limbach

Adventskalender sind alle Jahre wieder die produktgewordene Vorfreude. Nostalgische Kindheitserinnerung an die Zeit, als möglichst schon vor dem Frühstück ein Stückchen Schokolade im Magen landete. Heutzutage schüren nicht mehr nur Süßes und adventliche Bildchen das Versprechen auf ein stimmungsvolles Fest. Kosmetika, Schmuck, Spielzeug, Rätselfragen – Hersteller werden Jahr für Jahr kreativer bei der Bestückung.

Der Absatz gibt ihnen recht: Mehr als jeder zweite, den die Meinungsforscher von YouGov befragt haben, will in diesem Jahr einen Adventskalender für seine Lieben oder sich selbst kaufen. Das bedeutet: Auch in Heilbronn-Franken werden sich Menschen dem verlockenden Countdown nicht entziehen können.

Weil die täglich häppchenweise servierte Weihnachtsfreude Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter und Familienmitglieder positiv stimmt, nutzen viele regionale Unternehmen, Initiativen und Vereine Kalender als Werbefläche. Manche befüllen sie sogar mit eigenen Produkten, wie etwa die Firma Würth. Auf deren Kalenderschachtel ist in diesem Jahr der Weihnachtsmann abgebildet, der im Schein der Christbaumkerzen ein Werkzeugset aus Künzelsau drapiert.

Festliche Weihnachtsmärkte in der Region Heilbronn-Franken

Falls der abgebildete Santa in Geschenke-Mission Anfang Dezember nach Künzelsau kommen sollte, kann er beim Weihnachtsmarkt „Advent am Schloss“ hübsches Kunsthandwerk zur Weiterverteilung auf seinen Schlitten laden und sich mit Köstlichkeiten für die bevorstehende Tour stärken. Wobei er bei der Wahl der Zwischenstopps auf Märkten der Region die Qual der Wahl hätte: 111 Städte und Gemeinden zählt Heilbronn-Franken – und fast jeder Ort hat seinen eigenen Budenzauber. Wer selbst weihnachtliche Vorfreude nicht nur mit Kalendern ankurbeln möchte, sondern sie bei Glühwein, Spezialitäten und Lichterglanz live erleben will, hat also viele Möglichkeiten.

Käthchens Weihnachtsmarkt in Heilbronn ist mit etwa 65 Holzhäuschen der größte. Dort lässt es sich gut einstimmen, um anschließend eine Vorstellung des „Heilbronner Weihnachtscircus“ im neuen Zeltpalast an der Theresienwiese zu genießen. Gegen das Feuerwerk an Artistik wirkt der Altdeutsche Weihnachtsmarkt in Bad Wimpfen beschaulich. Aber genau das verleiht ihm besonderen Charme und hat ihn sogar überregional bekannt gemacht.

Weihnachtsmärkte, Lichterglanz und Nachhaltigkeit

Romantisch geht es auch vor der Stadtkirche St. Michael in Schwäbisch Hall zu. Wo im Sommer die Freilichtspiele Schwäbisch Hall auf der Freitreppe Theaterfreunde begeistern, beleuchtet im Advent die lichtergeschmückte, riesige Tanne die Dächer der stimmungsvollen Marktbuden. Was wiederum nicht bedeutet, dass die Darsteller des Freilichtspiele-Ensembles Pause haben: Tickets für die Stücke ihres Winterprogramms lassen sich hervorragend unter den Baum legen – oder hinter einem Adventskalendertürchen verstecken.

Eine besonders nachhaltige Idee hatte die Stadt Öhringen in diesem Jahr erstmals für ihren Weihnachtsmarkt. Dort können die Bürger ausrangierte, intakte Tassen (ohne Werbe-und Parteilogos) abgeben, aus denen Weihnachtsmarkt-Besucher dann ihren Glühwein oder Punsch genießen.

Bad Mergentheims Weihnachtsmarkt heißt nicht umsonst „Lichterwelten“: Die beleuchteten Häuserfassaden rund um den Marktplatz verbreiten weihnachtliches Flair. Ähnlich sieht es zum Beispiel in Crailsheim aus: Etwa 50 Aussteller bieten dort ebenfalls Kunsthandwerk und Köstliches im Schein elektrischer Kerzen. Selbst kleinere Ortschaften wie Forchtenberg, Wüstenrot und Löwenstein mit seinem Lichtensterner Weihnachtsmarkt – um nur drei zu nennen – setzen auf besondere Programmpunkte, regionale Produkte und festlichen Glitzer.

Vorfreude auf Weihnachten erhöht das Wohlbefinden

Glänzende Aussichten im Advent also. Und zwar nicht nur für Marktbesucher, sondern auch für den Einzelhandel in den Innenstädten: Im vergangenen Jahr ließen sich deutsche Weihnachtsmarktbesucher die geselligen Stunden insgesamt 4,17 Milliarden Euro kosten – ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Außerhalb des Veranstaltungsgeländes brachten die Marktbesucher dem Handel aber sogar 4,8 Milliarden Euro Umsatz, errechnete der Deutsche Schaustellerbund für 2024.

Der wohl schönste Effekt von Adventskalendern, Weihnachtsmärkten, Winterwanderungen, von Plätzchen, und Kerzenschein ist allerdings kein monetärer: Sie steigern die Vorfreude. Und das tut offenbar gut. Bei Menschen, die sich mehr als andere auf Weihnachten freuen, steigt die positive Stimmung in der Vorweihnachtszeit schneller an. Das ergab jüngst eine gemeinsame Studie der Universitäten Rostock, Bonn-Rhein-Sieg und Ulm. Vorfreude schafft demnach höheres Wohlbefinden und wappnet besser gegen Stress. Höchste Zeit also für Türchen, Traditionen und Tannengrün.

Natalie Kotowski

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