Leasing ermöglicht es Unternehmen, auch in unsicheren Zeiten zu investieren und stärkt so die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Die Marktstudie „Leasing in Deutschland 2025“ des Bundesverbands Deutscher Leasing-Unternehmen zeigt außerdem, dass es innerhalb der Unternehmen etwa die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit fördert.

Leasing wirkt sich auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft positiv aus und bietet selbst in unsicheren Zeiten die Möglichkeit für Investitionen. Dies belegt die aktuelle Marktstudie „Leasing in Deutschland 2025“, die von der Gesellschaft für Innovative Marktforschung (GIM) im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) erstellt wurde.
Der Studie zufolge ziehen 60 Prozent der mittelständischen Unternehmen Leasing bei Investitionsentscheidungen in Betracht, wobei sich 82 Prozent dieser Unternehmen letztlich für Leasing entscheiden. Dies ist ein bisher unerreichter Spitzenwert. Insbesondere im Kontext der Transformation ist die Bedeutung des Leasings zentral: Nach dem Cashflow stellt es die bedeutendste Finanzierungsquelle für entsprechende Investitionsvorhaben dar.
Leasing stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes
„Leasing ist heute weit mehr als eine Finanzierungslösung – es hat sich zu einem strategischen Instrument für unternehmerische Steuerung und Investitionsplanung entwickelt“, kommentiert BDL-Präsident Kai Ostermann die Studienergebnisse. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Phasen ermögliche Leasing es den Unternehmen, ihre Flexibilität zu wahren und notwendige Investitionen anzustoßen. „Wer in Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Wettbewerbsfähigkeit investieren will, setzt auf Leasing.“
Die Corona-Pandemie hat das Investitionsverhalten zahlreicher Unternehmen nachhaltig geprägt. Gemäß der aktuellen Marktstudie legen 65 Prozent der befragten Mittelstandsunternehmen heute einen höheren Fokus auf ihre Liquidität als vor der Krise – und gehen bei der Bewertung von Finanzierungsangeboten kritischer vor.
„Leasing schont die Liquidität und wird dadurch für unternehmerische Investitionen immer wichtiger“, so Ostermann. Vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen an Flexibilität und Resilienz gewinne Leasing zunehmend an Bedeutung bei strategischen Finanzierungsentscheidungen.
Leasing hat sich für zahlreiche Unternehmen als zentraler Bestandteil ihrer Investitionsstrategie etabliert – insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Die Studie zeigt, dass 81 Prozent der Befragten Leasing als ein wesentliches Instrument betrachten, um trotz knapper finanzieller Mittel handlungsfähig zu bleiben. Zudem bestätigen 77 Prozent, dass Leasing ihnen helfe, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Für 74 Prozent stelle Leasing sogar eine grundlegende Voraussetzung dar, um größere Investitionen überhaupt in die Tat umsetzen zu können.
Transformation und Nachhaltigkeit durch Leasing
Wenn es darum geht, in den Wandel zu investieren, verlassen sich viele Unternehmen auf die Unterstützung spezialisierter Leasing-Gesellschaften. Der Studie zufolge schätzen sie dabei besonders Leistungen aus einer Hand, die persönliche Beratung sowie umfassende Objekt- und Marktkenntnisse. Aufgrund dieser Faktoren werde Leasing zu einem strategischen Partner bei Transformationsvorhaben.
Ein zentrales Thema der Studie ist das Transformationsengagement des Mittelstands, wobei ein Großteil der Mittelständler den Wandel bereits aktiv angestoßen hat. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (59 Prozent) hat entsprechende Projekte bereits initiiert oder konkret geplant. Von diesen Investitionen wurden 65 Prozent über Leasing finanziert – insbesondere in Bereichen wie Elektromobilität und IT-Infrastruktur. Lediglich der eigene Cashflow (69 Prozent) wurde noch häufiger als Finanzierungsquelle genutzt. Zahlreiche Unternehmen beabsichtigen, insbesondere künftige Investitionen im Bereich Nachhaltigkeit gezielt durch Leasing zu realisieren.
Ein Viertel der befragten Unternehmen hat bislang jedoch keine Transformationsinvestitionen realisiert oder geplant. Zudem sehen 15 Prozent in den Bereichen Digitalisierung oder Nachhaltigkeit keinen unmittelbaren Handlungsbedarf und geben an, von der Transformation nicht betroffen zu sein. „Damit riskieren diese Unternehmen, zentrale Entwicklungen zu verpassen“, warnt der Präsident des Bundesverbands Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL).
Förderprogramme sollten auch Leasing einbeziehen
Förderprogramme könnten sich als entscheidender Impulsgeber für zögerliche Unternehmen erweisen: Zwei Drittel der befragten Unternehmen bewerten die Kombination aus Leasing und staatlicher Förderung als wichtigen Anreiz, gezielt in Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu investieren.
Derzeit benachteiligen zahlreiche Förderprogramme das Leasing jedoch, da öffentliche Fördermittel häufig an Eigentum gebunden sind und nutzungsbasierte Finanzierungsformen wie Leasing ausschließen. Vor diesem Hintergrund plädieren 88 Prozent der Unternehmen dafür, dass Förderprogramme in Zukunft alle Finanzierungsformen gleichberechtigt berücksichtigen sollten.
„Leasing spielt seit jeher eine zentrale Rolle bei der Einführung und Verbreitung innovativer Technologien“, erklärt Dr. Claudia Conen, Hauptgeschäftsführerin des BDL. Für die erfolgreiche Transformation benötige die Wirtschaft nicht nur verlässliche Finanzierungspartner, sondern auch verlässliche politische Rahmenbedingungen. „Förderprogramme müssen daher alle Finanzierungsformen gleichberechtigt einbeziehen. Nur so lässt sich der notwendige Wandel zügig vorantreiben“, so Conen.
Red.
Über die Studie „Leasing in Deutschland 2025“
Im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) hat die Gesellschaft für Innovative Marktforschung (GIM) für die repräsentative Marktstudie „Leasing in Deutschland 2025“ 750 Interviews mit Finanzverantwortlichen aus dem Mittelstand geführt. Unter ihnen waren waren 500 Leasing-Nutzerinnen und -Nutzer unterschiedlicher Branchen und Größenklassen. Die Befragungen erfolgten im Februar und März 2025.


