Zweites Leben für Laptops & Co.: Viele Unternehmen setzen auf Wiederverwendung

Unternehmen tauschen ihre IT regelmäßig aus – doch die meisten Laptops, Rechner und Smartphones landen nicht im Müll. Eine repräsentative Bitkom-Umfrage unter rund 600 Firmen zeigt: Alte IT-Geräte werden überwiegend gespendet, weiterverkauft, eingelagert oder professionell wiederaufbereitet.

alte IT-Geräte
Viele Unternehmen spenden noch funktionsfähige, alte IT-Geräte oder entsorgen sie fachgerecht. Foto: Adobe Stock/Curto

Viele Unternehmen modernisieren ihre IT-Ausstattung in regelmäßigen Abständen, etwa aus Sicherheits- oder Effizienzgründen. Dabei wird in der Regel sichergestellt, dass ausgemusterte Geräte entweder weiter genutzt oder umweltgerecht entsorgt werden.

Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom unter rund 600 Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten in Deutschland hervor, so der Verband in einer Mitteilung.

Wie Unternehmen mit alten IT-Geräten verfahren

Demnach geben drei Viertel (74 Prozent) der Unternehmen an, ausrangierte, aber noch funktionstüchtige Geräte fachgerecht zu entsorgen. Ein Drittel (33 Prozent) spendet Altgeräte an wohltätige Organisationen, wie zum Beispiel an Initiativen für Schulen, Jugendprojekte oder Bedürftige.

Aber auch die Beschäftigten profitieren: 18 Prozent der Unternehmen verschenken ausgemusterte Geräte an die Belegschaft, 23 Prozent verkaufen sie vergünstigt an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 28 Prozent führen die Geräte an den Leasinggeber zurück.

15 Prozent der befragten Unternehmen lagern die ausgemusterten Geräte ein, um sie gegebenenfalls später erneut zu verwenden. Außerdem setzen Unternehmen auf professionelle Zweitnutzung: 12 Prozent verkaufen Geräte an spezialisierte Wiederaufbereiter, 4 Prozent veräußern sie an beliebige Dritte. Nur ein Prozent der Unternehmen entsorgen funktionsfähige Altgeräte nach eigenen Angaben mit dem üblichen Gewerbeabfall.

„Wer Geräte länger in der Nutzung hält, leistet einen aktiven  Beitrag zum Umweltschutz und verringert überdies Abhängigkeiten in den Lieferketten“, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Wiederverwendung von Geräten ist damit auch ein Beitrag zur Standort- und Resilienzpolitik.“

Red.


Über die Befragung

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Insgesamt 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland wurden hierfür telefonisch befragt. Die Befragung erfolgte im Jahr 2025 im Zeitraum von KW 39 bis KW 44. Die Umfrage ist repräsentativ.


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