Pragmatik statt Prestige-Projekte: Der Landkreis Main-Tauber investiert in Bildung, Energieversorgung und Infrastruktur. Landrat Christoph Schauder setzt konsequent auf die Zukunft des Kreises.

Herr Landrat Schauder, im März hat die Wirtschaftsförderung des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis ihre neue Imagebroschüre mit dem Titel „Vielfalt erleben – Zukunft gestalten! Der Main-Tauber-Kreis, ein Ort zum Leben, Arbeiten und Wohlfühlen“ herausgegeben. Welche Facette prägt den Landkreis am stärksten?
Schauder: Der Main-Tauber-Kreis lässt sich nicht auf eine prägende Facette reduzieren, vielmehr macht den Landkreis das Zusammenspiel verschiedener Bereiche aus, die sich gegenseitig verstärken. Der Main-Tauber-Kreis an der nördlichen Spitze Baden-Württembergs begeistert mit seiner Vielzahl an touristischen Angeboten inmitten einer erholsamen Kulturlandschaft mit hoher Lebensqualität, bezahlbarem Wohnraum und seiner sehr guten Wirtschaftsstruktur. Diese Facetten greifen ineinander und schaffen die bekannte Balance im Main-Tauber-Kreis.
Sie selbst messen dem Tourismus hohen Stellenwert bei. Was ist ihr Lieblingsort im Landkreis?
Schauder: Das Schöne am Main-Tauber-Kreis ist, dass man sich gar nicht festlegen muss. Wir haben das ‚Liebliche Taubertal‘ auf der einen und das Maintal auf der anderen Seite. Mein Lieblingsort ist daher eigentlich immer der, an dem ich gerade bin – denn überall im Landkreis spürt man die tiefe Verwurzelung der Menschen in ihrer Heimat. Diese Vielfalt ist unser größtes Pfund, gerade auch für den Tourismus. Wenn ich privat einmal richtig durchatmen möchte, dann genieße ich einfach die Weite unserer einzigartigen Kulturlandschaft – egal, ob in Creglingen, Freudenberg oder irgendwo dazwischen. Es ist dieses Zusammenspiel aus Natur und baukulturellem Erbe, das für mich den gesamten Kreis zu einem Lieblingsort macht.
Pragmatismus als Erfolgsfaktor im Main-Tauber-Kreis
Könnte man sagen, dass der Landkreis Main-Tauber innerhalb Heilbronn-Frankens auffallend pragmatisch investiert – nicht in Prestigeprojekte, sondern in Nutzwert für seine Einwohner?
Schauder: Im Main-Tauber-Kreis zeigt sich tatsächlich häufig ein eher pragmatischer Umgang mit Investitionen. Das ist auch bedingt durch die sehr ländliche Struktur. Die Kommunen müssen mit den begrenzten Mitteln möglichst viel Wirkung erzielen. Das lenkt den Fokus automatisch auf Projekte mit direktem Nutzen wie Schulen, Straßen, Gesundheitsversorgung oder digitale Infrastruktur statt auf große symbolträchtige Vorhaben.
Liegt das daran, dass der Landkreis sich stärker als andere insbesondere auf Förderprojekte in Infrastruktur konzentriert?
Schauder: Es lässt sich sicherlich sagen, dass eine gewisse Konzentration auf das Wesentliche zur hervorragenden infrastrukturellen Aufstellung des Main-Tauber-Kreises beigetragen hat. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte war hervorragend, und so machen wir weiter.
Energie, Bildung und Versorgung im Zusammenspiel
Wo steht Main-Tauber im Vergleich zu den übrigen Landkreisen Heilbronn-Frankens, wenn es um das Thema Energie geht?
Schauder: Im Main-Tauber-Kreis zeigt sich bei der Energie ein insgesamt sehr gutes und zukunftsorientiertes Niveau. Als Landkreis der Energiewende setzt der Main-Tauber-Kreis stark auf erneuerbare Energien und profitiert dabei von seiner ländlichen Struktur, die vielfältige Möglichkeiten für Photovoltaik, Windkraft, Biomasse und weitere dezentrale Lösungen bietet. Dadurch entsteht eine breite und stabile Energieerzeugung, die nicht auf einzelne Großprojekte angewiesen ist, sondern auf viele kleinere, wirkungsvolle Beiträge verteilt ist.
Und sieht es beim Thema Bildung aus?
Schauder: Der Main-Tauber-Kreis zeichnet sich durch ein vielfältiges, durchlässiges Bildungssystem aus: von der frühkindlichen Förderung über starke Schulen bis hin zu praxisnahen Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten und der Dualen Hochschule. Wir sind stolz darauf, im Main-Tauber-Kreis auch eine besonders bunte und engagierte Bildungslandschaft außerhalb der Schule zu haben.
Einrichtungen und Initiativen wie beispielsweise der Verein Mint-Region Main-Tauber, die Jugendtechnikschule, die Hector Kinderakademie, die Future Labs oder wie der Wettbewerb „Kreative Köpfe“ eröffnen Kindern und Jugendlichen ganz neue Möglichkeiten des Lernens und Entdeckens. Wir setzen auf individuelle Förderung, digitale Kompetenzen, lebenslanges Lernen und ein enges Netzwerk zu den Betrieben in unserem Landkreis – damit jeder junge Mensch seine Talente entfalten und eine Zukunft in unserem Landkreis gestalten kann.
Nah- und Gesundheitsversorgung, aber auch Infrastruktur sind im ländlichen Raum oft mit weiten Wegen oder vergleichsweise geringerem Angebot verbunden. Wie ist das im Main-Tauber-Kreis?
Schauder: Bei der gesundheitlichen Versorgung bestehen mit drei Akutkrankenhäusern – darunter dem Caritas-Krankenhaus als Haus der Zentralversorgung – sowie mehreren Fach- und Rehakliniken und einem engmaschigen Netz aus Haus- und Facharztpraxen beste Voraussetzungen. Bei der Versorgung weist der Main-Tauber-Kreis eine verlässliche Struktur auf. Die Grundversorgung mit Energie, Wasser und wichtigen Dienstleistungen wird durch ein funktionierendes Netz von regionalen Anbietern sichergestellt. Diese dezentrale Struktur sorgt dafür, dass auch in kleineren Orten eine funktionierende Alltagsversorgung gewährleistet bleibt, wenn auch mit den für ländliche Räume typischen Wegen und Entfernungen.
Der Main-Tauber-Kreis investiert in Bildung und Infrastruktur
Andersherum betrachtet: Bei der Verteilung des Infrastruktur-Sondervermögens erhalten Landkreis und Gemeinden in Main-Tauber insgesamt 110 Millionen Euro – und rangieren damit hinter Land- und Stadtkreis Heilbronn und Schwäbisch Hall. Ist Tauberfranken nicht zentral genug gelegen oder ist der Landkreis infrastrukturell bereits so gut ausgestattet, dass weniger Bedarf besteht?
Schauder: Das Land Baden-Württemberg hat die ihm vom Bund zugewiesenen Mittel zu zwei Drittel an seine Land- und Stadtkreise sowie an die Kommunen verteilt. Der Main-Tauber-Kreis erhält nach dem Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) Mittel aus dem Landkreis-Teilbudget nach einem kombinierten Schlüssel aus Steuerkraft und gewichteter Einwohnerzahl gemäß Finanzausgleichsgesetz Baden Württemberg; die vergleichsweise geringe Steuerkraft wirkt sich begünstigend, die niedrige Einwohnerzahl begrenzend auf die Verteilung der Mittel aus. Natürlich hat ein Oberzentrum wie Heilbronn auch eine gewisse Versorgungsfunktion für das erweiterte Umland, was das Land sicherlich bei seinen Kriterien berücksichtigt hat.
Denn eines fällt auf: Allein nach dem Verhältnis von Landkreisanteil (27 Millionen Euro) und Einwohnern liegt der Main-Tauber-Kreis auf dem Spitzenplatz. Pro Kopf sind es etwa 203 Euro Budget. Wie bewerten Sie diese Top-Position und wo werden die Bürgerinnen und Bürger profitieren?
Schauder: Pro Kopf bekommen wir rund 203 Euro. Das Geld wird dringend benötigt und in Bildung und Infrastruktur investiert. Ich nenne die vor der Fertigstellung stehende Sanierung des Beruflichen Schulzentrums Wertheim sowie die geplante Sanierung unseres Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) in Unterbalbach („Schule im Taubertal“) sowie daran anschließend des Beruflichen Schulzentrums Tauberbischofsheim.
Bei den Investitionen in das Straßennetz möchte ich besonders die vor dem Abschluss stehende Sanierung und Verbreiterung der K 2800 Zimmern – Messelhausen herausgreifen, die auch als Umleitungsstrecke für unsere Hauptverkehrsader durchs Taubertal dient, die B 290. Besonders zu nennen sind auch die weitere Sanierung der Pestalozziallee in Tauberbischofsheim Richtung Hochhausen bzw. der dort gelegenen Einkaufsmärkte sowie natürlich unser Programm zur regelmäßigen Erneuerung von Fahrbahndecken an Kreisstraßen. So profitiert jeder Kreiseinwohner von unseren wichtigen und zukunftsweisenden Investitionen.
Die kommunale Bildungsinfrastruktur nachhaltig stärken
Entscheidende Weichen haben Sie bzw. der Kreistag schon vor dem Sondervermögen getroffen: Die Sanierung des Beruflichen Schulzentrums Wertheim-Bestenheid war mit etwa 46,5 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Landkreises. Im Februar wurden die Klassenräume bezogen.
Schauder: Der Main-Tauber-Kreis ist Träger von sechs Beruflichen Schulen mit insgesamt rund 4.400 Schülerinnen und Schülern an drei Standorten im Landkreis. Als Schulträger investiert der Main-Tauber-Kreis seit vielen Jahren in die bauliche Entwicklung und in die Ausstattung der Beruflichen Schulen insgesamt. Wir sind überzeugt davon, dass all diese Investitionen gut angelegt sind und die kommunale Bildungsinfrastruktur zielgerichtet und nachhaltig stärken.
Solche Investitionen sind angesichts klammer kommunaler Kassen nicht selbstverständlich.
Schauder: Aufgrund der schwierigen Haushaltslage steht der Main-Tauber-Kreis weiterhin vor großen Herausforderungen. Dennoch ist es unser Ansinnen, auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten mutig in die Zukunftsfähigkeit des Kreises zu investieren.
Nach der Generalsanierung des Beruflichen Schulzentrums Wertheim sind wie gesagt als nächste große Bauprojekte die Sanierung der Schule im Taubertal in Unterbalbach, unserem landkreiseigenen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, und im Anschluss daran die Sanierung des Beruflichen Schulzentrums in Tauberbischofsheim geplant.
Wir schaffen damit moderne, nachhaltige und zeitgemäße Bildungsorte, die an die heutigen Bildungskonzepte angepasst sind und zur Zukunftsfähigkeit des Main-Tauber-Kreises beitragen. Bei der Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen verfolgt der Landkreis das Ziel, sämtliche verfügbaren Förderprogramme zu nutzen und Fördermittel umfassend auszuschöpfen.
Junge Menschen brauchen „die besten Startchancen für ihre persönliche und berufliche Zukunft“
Der Kreis hat also gehandelt, statt „auf bessere Zeiten zu hoffen“. Zeichnet das die Menschen im Landkreis generell aus?
Schauder: Ich denke schon, dass das auch auf die Menschen im Landkreis generell zutrifft: mutig ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und sich selbst etwas aufzubauen.
Haben Sie noch ein Beispiel für diese Mentalität?
Schauder: Ja, der hohe Anteil an Wohneigentum gegenüber Mietwohnungen. Das hat natürlich auch etwas damit zu tun, dass hier im ländlichen Raum mit seinen vergleichsweise moderaten Preisen der Traum von den eigenen Wänden noch eher wahr werden kann als anderswo.
Welche Signalwirkung hat die Investition in Bildung auf regionaler Ebene – etwa im Hinblick auf das Bildungsangebot in anderen Landkreisen Heilbronn-Frankens, im Wettbewerb um künftige Fachkräfte sowie als Signal an junge Menschen, dass der Main-Tauber-Kreis ihre Bedürfnisse ernst nimmt?
Schauder: Die Wahl der richtigen Schule ist eine der wichtigsten Weichenstellungen im Leben junger Menschen und ihrer Familien. Das gilt auch bei der Wahl einer beruflichen Schule nach dem Abschluss einer allgemeinbildenden Schule. Im Main-Tauber-Kreis sind wir uns dieser Verantwortung bewusst und stolz auf unsere vielfältige und qualitativ hochwertige berufliche Schullandschaft.
Unser klares Ziel ist es, den jungen Menschen die besten Startchancen für ihre persönliche und berufliche Zukunft zu ermöglichen. Aus diesem Grund investiert der Landkreis weiter konsequent in seine Schulstandorte. Schließlich leisten diese einen wichtigen Beitrag für unsere Region. Der Main-Tauber-Kreis ist geprägt von innovativen Unternehmen, engagierten Handwerksbetrieben und einer starken mittelständischen Wirtschaft. Diese Unternehmen brauchen gut ausgebildete Nachwuchskräfte.
Der Main-Tauber-Kreis setzt auf erneuerbare Energien
Andere Großprojekte fallen unter den Begriff Energie und Versorgung: Die GreenHydro 2 Almosenberg GmbH hat für ihr Wasserstoff-Vorhaben eine Förderung von über 9,1 Millionen Euro erhalten. Die Stadtwerke Wertheim sind hier Mehrheitsgesellschafter. Mit diesen Mitteln entsteht ein 10-Megawatt-Elektrolyseur, der ausschließlich grünen Wasserstoff produzieren wird. Dazu noch Photovoltaik und Windkraft. Lässt sich mit Recht vom Main-Tauber-Kreis als dem autarksten „Energiekreis“ in Baden-Württemberg sprechen?
Schauder: Der Main-Tauber-Kreis kann sich mit Recht als einer der führenden „Energiekreise“ in Baden-Württemberg bezeichnen. Gerade bei den erneuerbaren Energien nimmt der Landkreis eine Spitzenposition ein. Sowohl bei der Photovoltaik als auch bei der Anzahl der Windkraftanlagen liegt der Main-Tauber-Kreis weit vorne. Gemeinsam mit innovativen Projekten wie dem Wasserstoff-Vorhaben am Almosenberg entsteht damit eine breit aufgestellte, dezentrale und zunehmend autarke Energieversorgung.
Damit sind wir sicher ganz oben in der virtuellen Liga der Autarkie. Entscheidend dafür sind vor allem die Menschen im Landkreis, die mit innovativen Ansätzen neue Wege gehen. Der Main-Tauber-Kreis versucht, solche Ideen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln aktiv zu unterstützen, wie beispielsweise die Wärmezentrale in Weikersheim. Gerade das enge Zusammenspiel aus kommunalem Engagement, innovativen Unternehmen und konsequenten Investitionen in Photovoltaik, Windkraft und Wasserstofftechnologie prägt den Main-Tauber-Kreis als starken und zukunftsorientierten Landkreis der Energiewende.
Der Stand bei Wasserversorgung und Breitbandausbau
Auch die Wasserversorgung hat der Wasserzweckverband Mittlere Tauber (WVMT) für die Zukunft gerüstet. War der Landkreis im Hinblick auf die aktuelle geopolitische Krisenlage bei der Energieversorgung oder bei Maßnahmen gegen erwartete Extremwetter (Dürreperioden) weitsichtiger als andere? Inwiefern?
Schauder: Die Akteure im Main-Tauber-Kreis haben jeweils ihre Hausaufgaben erledigt. Bei der Energieversorgung hat der Main-Tauber-Kreis aufgrund seiner großen Flächen und windhöffigen Lage etwa beim Ausbau der Windkraft sehr gute Voraussetzungen, die entsprechend genutzt worden sind. Was die Wasserversorgung angeht, wurden die gesetzlichen Vorgaben beispielsweise zum Aufbau eines zweiten Standbeins in der Wasserversorgung konsequent umgesetzt.
Manchmal ist eine gute Infrastruktur offenbar nachteilig: In Ihrem Fall beim Thema Breitbandausbau. Im vergangenen Sommer sagten Sie gegenüber den Fränkischen Nachrichten, nachdem der Anbieter BBV bzw. Leonet 2022 aus der vollständigen Glasfaser-Erschließung ausgestiegen war, dass sich die 18 Städte und Gemeinden und der Landkreis aktuell nicht um einen geförderten Ausbau bewerben könnten. Der Main-Tauber-Kreis weise eine zu gute Basisinfrastruktur auf. Wie ist der Stand der Dinge?
Schauder: Nach der Absage des eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus durch Leonet/BBV Deutschland richten der Landkreis und die 18 Städte und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis den Glasfaserausbau als wichtige Infrastrukturmaßnahme strategisch neu aus. Dabei räumen Landkreis und Kommunen dem eigenwirtschaftlichen Ausbau durch private Unternehmen auch künftig den Vorrang ein. Jedoch sind ergänzende Projekte mit Landes- und Bundesförderung notwendig, um eine flächendeckende und zukunftsfähige digitale Infrastruktur sicherzustellen.
Aktuell befindet sich der Landkreis in der Umsetzung des Markterkundungsverfahrens, das zwingende Voraussetzung für einen möglichen Förderantrag bei Land und Bund ist, der im zweiten Halbjahr 2026 gestellt werden soll. Der Main-Tauber-Kreis misst dem Glasfaserausbau weiterhin eine zentrale Bedeutung bei und verfolgt dieses Zukunftsthema konsequent weiter.
Trotzdem ist ja schon einiges passiert.
Schauder: Der Landkreis und die Kommunen haben bereits frühzeitig die Basis für den erfolgreichen Breitbandausbau gelegt. Neben dem geförderten Ausbau des Basiskonzepts mit mindestens 50 MegaBit pro Sekunde (Mbit/s) und der Anbindung aller 82 Schulen im Landkreis mit einem direkten Glasfaseranschluss wurde die Erschließung der restlichen weißen Flecken und der Glasfaseranschlüsse in den Gewerbegebieten mithilfe ergänzender Bundes- und Landesmittel umgesetzt.
„Weiterhin mutig in die Zukunft investieren“
Was wünschen Sie sich für die verbleibende Amtszeit?
Schauder: Zunächst einmal kommt es mir entscheidend darauf an, dass in Sachen Kreishaushalt trotz der finanziell angespannten Zeiten auch in den kommenden Jahren nichts verrutscht. Gleichzeitig müssen wir weiterhin mutig in die Zukunft investieren. Ich denke hier an die Fortführung der Sanierung unserer Kreisschulen.
Nachdem wir bei der Generalsanierung des Beruflichen Schulzentrums in Wertheim auf der Zielgeraden sind, heißt es nun volle Fahrt voraus für die Generalsanierung am Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ), der „Schule im Taubertal“, in Unterbalbach und im nächsten Schritt dann der Gewerblichen und der Kaufmännischen Schule in Tauberbischofsheim.
Auch in unsere weitere Infrastruktur muss mutig investiert werden, beispielsweise in die weitere Sanierung unserer 463 Kilometer Kreisstraßen. Beim Breitbandausbau müssen wir die veränderten Rahmenbedingungen annehmen und neuen Schwung in das Thema bringen. Auch ein attraktiver ÖPNV liegt mir am Herzen.
Interview von Natalie Kotowski
Zur Person
Christoph Schauder ist seit 2021 Landrat des Main-Tauber-Kreises. Der studierte Jurist ist unter anderem seit 2025 auch Vizepräsident des Tourismusverbandes Baden-Württemberg.


