Was die Berufswahl betrifft, ist bei der Gen Z in den USA ein Umdenken zu beobachten: Immer mehr junge Menschen wenden sich vom klassischen Karriereweg ab und entdecken Handwerksberufe als attraktive Alternative.

Die Studiengebühren steigen stark an, junge Menschen sind teils hoch verschuldet und gut bezahlte Einstiegsjobs für Akademiker gibt es immer weniger – In den USA steht die Gen Z beim Berufseinstieg vor erheblichen Herausforderungen.
Nach Angaben des Pew Research Centers sind sieben von zehn Amerikanerinnen und Amerikanern der Ansicht, dass sich das Hochschulsystem in den USA in eine falsche Richtung bewegt. Zudem bemängelt mehr als die Hälfte, dass Universitäten ihre Studierenden nicht ausreichend auf gut bezahlte Berufe im aktuellen Arbeitsmarkt vorbereiten.
Viele junge Menschen der Gen Z stellen sich alldem, indem sie sich beruflich für eine ganz andere Richtung entscheiden – und einen Handwerksberuf wählen, so Fortune.
Handwerksberufe als Alternative zum Studium in den USA
Ausbildungen in Handwerksberufen wie Klempner, Tischler oder Elektriker werden beliebter, weil sie stabile Einkommensperspektiven, Unabhängigkeit und sowie Erfolgsmöglichkeiten ohne Hochschulabschluss versprechen. Hohe Schulden aufgrund von Studienkrediten lassen sich auf diese Weise vermeiden.
Die Anzahl der Einschreibungen an den praxisorientierten Community Colleges der USA ist im letzten Jahr um 16 Prozent auf den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018 gestiegen. Dies deutet darauf hin, dass der Arbeitsmarkt der USA derzeit einem grundlegenden Wandel unterliegt. Akademische Laufbahnen, die lange als Garanten für Erfolg galten, verlieren an Relevanz. Auch in Deutschland ist eine vergleichbare Entwicklung zu beobachten, so t3n.
Die Künstliche Intelligenz spielt dabei eine wichtige Rolle. Für die Einstiegsjobs von Akademiker-Positionen stellt KI zunehmend eine Bedrohung dar. Doch Tätigkeiten, die überwiegend körperliche oder praktische Fähigkeiten erfordern, gelten als weniger durch KI ersetzbar.
Einer Microsoft-Analyse zufolge zählen zu diesen Berufsgruppen etwa Pflegekräfte, Dachdecker und Installateure. Auch traditionelle Niedriglohntätigkeiten wie die von Spül- und Reinigungskräften werden momentan als relativ sicher eingestuft.
Red.


