Im Rahmen des Landesprogramms Start-up BW Pre-Seed haben elf junge Unternehmen die Chance auf eine Frühphasenförderung erhalten. Über die Zuteilung der Mittel entscheidet die L-Bank.

In der ersten Auswahlrunde 2026 für das Landesprogramm Start-up BW Pre-Seed sind die Würfel gefallen: Elf junge Unternehmen haben die Chance, eine Förderung innerhalb des erfolgreichen Frühphasenförderprogramms zu erhalten.
Über die Zuteilung der Förderung entscheidet die L-Bank, nachdem die Unternehmen ihre aussagekräftigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen eingereicht haben. Dies berichtet das Land Baden-Württemberg in einer Mitteilung.
Der Start-up BW Pre-Seed als wichtiger Bestandteil der Gründungsförderung
„Start-up BW Pre-Seed ist ein wichtiger Eckpfeiler unserer Gründungsförderung“, betont Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. „Wir fördern damit junge Unternehmen mit aussichtsreichen Geschäftsideen, die das Zeug haben, den Strukturwandel in der baden-württembergischen Wirtschaft voranzutreiben. Dazu brauchen wir mutige junge Unternehmerinnen und Unternehmer!“
Edith Weymayr, Vorstandsvorsitzende der L-Bank, ergänzt: „Baden-Württemberg ist ein hervorragender Gründungsstandort. Wir haben die Köpfe, wir haben die Strukturen und wir haben die Förderprogramme, die nötig sind, um das Land wirtschaftlich zukunftsfähig aufzustellen. Ich freue mich über jedes Unternehmen, das wir mit Start-up BW Pre-Seed unterstützen können.“
Die 11 ausgewählten Unternehmen im Überblick
Für den Start-up BW Pre-Seed können sich die folgenden Unternehmen bewerben:
Eden Energy, Loßburg
Geschäftsmodell: Bereitstellung nachhaltiger Energiespeicherlösungen für kleine und mittelständische Unternehmen mithilfe von ausgemusterten Batterien + Aufbau wiederkehrender Ertragsmodelle
EENetzwerk UG (haftungsbeschränkt), Stuttgart
Geschäftsmodell: Entwicklung und Betrieb einer skalierbaren SaaS‑Lösung für Energieberater sowie Angebot ergänzender Zusatzdienstleistungen als ganzheitliche All‑in‑One‑Softwareplattform.
exceit GmbH, Karlsruhe
Geschäftsmodell: Entwicklung einer neuen Generation hoch effizienter undlanglebiger blauer OLED-Pixel (organische Leuchtdioden) auf Basis der IMTS-Technologie, die interne schädliche Anregungszustände gezielt in der Entstehung unterdrückt.
FastCast Ceramics GmbH, Karlsruhe
Geschäftsmodell: Entwicklung, Herstellung und Vertrieb offenporiger technischer Keramiken. Mit dem im Betrieb entwickelten FastCast Ceramics Keramikschlicker ist es gelungen, die Herstellungsdauer der Keramikschalen für den Feinguss zu reduzieren.
Fibryx GmbH, Stuttgart
Produktion und Vertrieb von Leichtbaumaterialien aus Naturfasern für industrielle Anwendungen, insbesondere im Fahrzeugbau. Die Technologie ermöglicht den Einsatz von Naturfaserverbundwerkstoffen (NFK) als leistungsfähige und nachhaltige Alternative zu glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK).
Kleinblatt GmbH, Stuttgart
Produktion frischer Keimlinge unter kontrollierten Indoor‑Bedingungen zur ganzjährigen Versorgung der Region (Zero-Waste-Konzept).
NOA Health GmbH, Stuttgart
Entwicklung und Betrieb einer digitalen Gesundheitsplattform zur präventiven Analyse individueller Blut- und Gesundheitsdaten mittels Labordiagnostik, künstlicher Intelligenz und datenbasierter Auswertung.
Prehensio GmbH, Heilbronn
Entwicklung und Vertrieb von mit 5-Finger Roboterhänden ausgestatteten Automatisierungslösungen für Maschinenbestückung und Kommissionierung in Produktion und Logistik.
Quantilight, Heidelberg
Entwicklung und Bereitstellung einer In‑vitro‑Diagnostikplattform für Therapeutic Drug Monitoring (TDM), die Patientinnen und Patienten mittels biolumineszenter Sensortechnologie eine zuverlässige, ambulante Blutanalytik von zu Hause aus ermöglicht.
Rescue Robotics UG (haftungsbeschränkt), Eichstätten
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Wartung von unbemannten Bodenfahrzeugen (UGV), insbesondere für den Einsatz im Bevölkerungsschutz sowie für zivile und militärische Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen.
Vitaldoctor GmbH, Ulm
Entwicklung und Betrieb eines digitalen, automatisierten Systems zur kontinuierlichen Erfassung, Auswertung und Übermittlung von Vitalparametern im klinischen Umfeld und Rettungsdienst.
Über den Start-up BW Pre-Seed
Beim Start-up BW Pre-Seed handelt es sich um ein Förderprogramm des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus und der L-Bank, das junge Unternehmen in einer sehr frühen Phase ihrer Existenz unterstützt. Um ein erfolgreiches Wachstum der jungen Unternehmen zu ermöglichen, besteht das Ziel des Programms darin, aussichtsreiche Start-up-Vorhaben finanzierungsreif für institutionelle Anleger zu machen. Das Programm fördert aber auch solche innovativen Start-ups, die zunächst aus eigenen Mitteln wachsen können.
Die Fördersumme pro Unternehmen liegt in der Regel bei 160.000 Euro. Diese Summe wird von einem Co-Investor mit bis zu ebenfalls 160.000 Euro ergänzt. In Ausnahmefällen ist eine Verdoppelung der Gesamtförderung auf höchstens 640.000 Euro möglich.
Grundvoraussetzungen für eine Förderung sind der innovative Charakter der Geschäftsidee oder des Produkts, der Baden-Württemberg-Bezug des Start-ups für den gesamten Förderzeitraum und die Betreuung durch einen Betreuungspartner.


