Zukunftswiesen Summit 2026: Diese Start-ups überzeugten beim Pitch um den „Jugend macht Zukunft“-Preis der IHK

Zehn junge Teams pitchten beim Zukunftswiesen Summit um den „Jugend macht Zukunft“-Preis der IHK. Die Gründerprojekte waren so vielversprechend, dass sich die Jury kaum für drei Gewinner entscheiden konnte – und noch einen Sonderpreis vergab.

„Jugend macht Zukunft“-Preis 2026
Zehn Gründerteams traten beim Pitch um den „Jugend macht Zukunft“-Preis der IHK gegeneinander an. Foto: Kotowski

„SAP für den Bauernhof“: das war wohl der prägnanteste Satz beim Pitch um den „Jugend macht Zukunft“-Preis der IHK Heilbronn-Franken. Denn so fasste „Höhle der Löwen“-Juror Dr. Georg Kofler die Siegeridee von Jonas Nolte und Len Hoffmann zusammen. 

Für ihr Start-up „Farmer OS“ entwickelten sie eine Software für Landwirte, die E-Rechnungen automatisiert schreibt, digital Felder und Äcker verwaltet und Bauernhöfen eine intuitive Onlinepräsenz ermöglicht. Das überzeugte die Jury: Dr. Kofler, seine Frau, die Unternehmerin Isabel Grupp-Kofler, IHK-Präsidentin Kirsten Hirschmann und Geschäftsführerin Elke Döring sowie Dr. Walter Döring als Weltmarktführer-Experte entschieden: Die 13.000 Euro Siegerprämie gehen an die beiden jungen Gründer.

Start-up „Farmer OS“ gewinnt den Pitch-Wettbewerb

Mit den Worten „Letztes Jahr haben wir 50.000 Eier verkauft – dieses Jahr entwickeln wir Software für 500 Bauernhöfe“, hatte Jonas Nolte die Präsentation begonnen. Ein gelungener Start in den Pitch: Nicht nur die Idee der jungen Gründer überzeugte am Ende, sondern auch ihre dreiminütige Vorstellung. Da wurde in verteilten Rollen gesprochen, an den richtigen Stellen das Wichtige betont, und manchmal sogar konspirativ gekichert – etwa, als Len für Sekunden vergaß, wie er den Satz zu Ende bringen wollte.

Das Duo intonierte seinen Vortrag mit fast schauspielerischem Talent – und brachte die Idee hinter Farmer OS prägnant zum Ausdruck:  „Weil ich meinen Opa kenne, der selbst Landwirt ist, weiß ich, dass Bauern keinen Bock haben, am Abend noch irgendwelche Daten in den Laptop einzugeben“, sagte Nolte.

„Das war wirklich eine tolle Show“, waren sich die Juroren schließlich einig. Wobei die Entscheidung ihnen vermutlich schwergefallen war: Zehn junge Teams – die jüngsten 16-jährige Schüler, aber auch Studenten und Auszubildende – traten um die insgesamt 30.000 Euro Preisgeld an.

Und alle hatten außergewöhnliche Ideen mit Problemlöser-Potenzial: Von Dachziegeln, die sich bei Hitze deutlich weniger erwärmen als herkömmliche Pfannen, über ein KI-Sicherheitssystem, das erkennt, ob der Anwender die vorgeschriebene Schutzbrille trägt, bis zu Ideen für regionale Kreislaufwirtschaft.

Diese Start-ups haben es auf das Siegertreppchen geschafft

Da die besten Ideen auszuwählen, fiel den Juroren offenbar so schwer, dass sie einen Sonderpreis mit 4000 Euro vergaben: Für Blind Sonar, eine Wahrnehmungshilfe für Blinde und sehbehinderte Menschen in Form eines Stirnbands, das die Umgebung scannt und Hindernisse per Drucksensoren weitergibt. Julian Schenker, Ferdinand Horn und Dominik Schuler waren noch Schüler, als sie die Idee entwickelten – nun soll die Erfolgsgeschichte weitergehen.

Platz drei und 5000 Euro Preisgeld gab es für David Keitel, den jüngeren Bruder von Summit-Gründer Sam Keitel. Der Auszubildende bei Weltmarktführer ebm-papst schaffte es mit seiner die Idee zu IntelligentLink, einer KI-nativen Plattform für Wartung, Instandhaltung und Betrieb von industriellen Maschinen, auf den dritten Platz.

Auf Platz zwei landete knapp hinter dem „SAP für Bauernhöfe“ das Start-up „BeAFox“. Die Softwareentwickler Selina Fuchs – einzige weibliche Pitch-Teilnehmerin – und Alexandru Tapelea erhielten 8000 Euro, um ihre Finanzbildungs-App für Schüler und junge Berufsstarter weiter voranzubringen.                                                                                                                 

Natalie Kotowski

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