Arbeitsbarometer 2026: 72 Prozent der Beschäftigten finden Halt und Gemeinschaft im Job

Der Arbeitsplatz bleibt für viele Beschäftigte ein wichtiger Ort der Gemeinschaft und Stabilität. Gleichzeitig zeigt das Randstad Arbeitsbarometer 2026: Das Vertrauen in Führungskräfte und Unternehmen ist leicht rückläufig, während gesellschaftliche Polarisierung auch den Arbeitsalltag beeinflusst.

Vertrauen am Arbeitsplatz
Für viele Beschäftigte bleibt der Arbeitsplatz ein Ort der Stabilität und Gemeinschaft, obwohl die Vertrauenswerte leicht rückläufig sind. Foto: Adobe Stock/we.bond.creations

Auch in einer von Unsicherheit geprägten Welt bleibt der Arbeitsplatz für viele Menschen weiterhin ein Anker für Gemeinschaft und Stabilität. 72 Prozent der Arbeitnehmenden sehen diese Funktion erfüllt. Dies geht aus dem Arbeitsbarometer 2026 des Personaldienstleisters Randstad hervor.

Das Vertrauen im Arbeitsumfeld steht jedoch auch unter Druck. Sowohl das Vertrauen in die Unternehmensführung (72 Prozent) als auch in die Kolleginnen und Kollegen (76 Prozent) ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. In beiden Bereichen zeigen sich jüngere Generationen weniger vertrauensvoll als ältere. Im asiatisch-pazifischen Raum (APAC) sind die Vertrauenswerte am höchsten: 77 Prozent vertrauen der Unternehmensführung, 81 Prozent ihren Kolleginnen und Kollegen.

Vertrauen, Offenheit und Authentizität im Arbeitsalltag

Beim Blick auf die Geschäftsentwicklung gehen die Einschätzungen von Arbeitgebern und Beschäftigten auseinander. Mehr als 90 Prozent der Arbeitgeber erwarten in diesem Jahr Wachstum, während sich nur etwas mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden ebenso zuversichtlich zeigt.

Auch wenn die Werte leicht unter dem Vorjahresniveau liegen, empfinden 78 Prozent der Befragten das Vertrauen ihres Arbeitgebers als gegeben. Gleichzeitig fühlen sich 73 Prozent wohl damit, ihre Meinung offen zu äußern.

76 Prozent der Befragten geben an, sich im Berufsalltag authentisch verhalten zu können. Diese Auffassung ist insbesondere bei älteren Generationen verbreitet. Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen, die Aspekte ihrer Persönlichkeit im Job verbergen, von 62 auf 56 Prozent gesunken. Während sich die Babyboomer am ehesten der Meinung sind, sich selbst treu zu bleiben, agiert die Generation Z nach eigener Einschätzung zurückhaltender.

Die gesellschaftliche Polarisierung wirkt sich jedoch auch auf das Miteinander am Arbeitsplatz aus. 43 Prozent der Befragten vermeiden politische Diskussionen bewusst. Gleichzeitig sind nur 30 Prozent der Ansicht, heute häufiger über Politik am Arbeitsplatz zu sprechen als noch vor fünf Jahren.

Red.


Über das Arbeitsbarometer

Das Randstad Arbeitsbarometer erscheint jährlich und untersucht Entwicklungen auf den Arbeitsmärkten von 35 Ländern. Die Studie wird seit 2003 durchgeführt und bildet sowohl nationale als auch globale Trends ab.


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