Bad Mergentheim macht den Anfang in einer Reihe renommierter regionaler Ausbildungsmessen, die tausenden Schulabgängern in Heilbronn-Franken den Weg zum Traumjob oder -studiengang weisen.

Für viele junge Menschen fühlt es sich im Moment so an, als würden sie ein Labyrinth betreten: Schulabgänger suchen derzeit berufliche Orientierung im Irrgarten der Ausbildungs- und Hochschullandschaft. Ungefähr 9000 junge Menschen in Heilbronn-Franken beenden nach Angaben des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg aktuell jährlich die Schullaufbahn.
Nicht jedem Abgänger ist klar, welcher Qualifizierungsweg anschließend ans Karriereziel führen soll. Ausbildungsmessen können dabei entscheidende Hinweisschilder für den Nachwuchs sein, die sie zu ihrer Wunschausbildung oder ihrem Traum-Arbeitgeber führen.
Regionale Jobmessen bieten Schulabgängern Orientierung
Gleich mehrere solcher Wegweiser werden in den kommenden Monaten in Heilbronn-Franken aufgestellt: Von Februar an bis in den Frühsommer wird es in der gesamten Region mehrere Jobmessen geben, auf denen sich Unternehmen, Universitäten, duale Hochschulen sowie praxisorientierte Fach-Akademien und potenzielle Nachwuchskräfte persönlich begegnen können.
Regionale Jobmessen bieten nicht nur für den Nachwuchs wertvolle Orientierung, sie sind auch für die ausstellenden Unternehmen ein wichtiges Recruiting-Instrument. Im Jahr 2025 wurden laut IHK Heilbronn-Franken sechs Prozent weniger Ausbildungsverträge in IHK-Berufen geschlossen. Besonders stark war der Rückgang im Main-Tauber-Kreis: Dort waren es sogar 14 Prozent weniger.
Die möglichen Gründe nennt IHK-Präsidentin Kirsten Hirschmann: „Hier spiegelt sich die anhaltend schwierige Situation in den Ausbildungsbetrieben wider.“ Andererseits fänden auch nicht alle Unternehmen genügend passende Kandidaten, insbesondere in gewerblich-technischen Berufen.
Job- und Ausbildungsmessen in Heilbronn-Franken
Umso wichtiger sind Jobmessen, die beide Seiten zusammenbringen – und passenderweise macht der Landkreis Main-Tauber den Anfang, genauer gesagt Bad Mergentheim: Am 25. Februar von 9.30 bis 14 Uhr beantworten 65 Aussteller auf der „Zukunft Karriere“-Messe im Kursaal der Großen Kreisstadt bei Snacks, Getränken und DJ-Beats alle Fragen rund um Ausbildung, duales Studium und Karriere.
Dass es dabei zwanglos zugeht, ist garantiert: Die Messebesucher können beim „Kick & Connect“ am Tischkicker mit ihrem künftigen Arbeitgeber ins Gespräch kommen – und wer weiß, vielleicht besiegt dabei mancher „aus Versehen“ seinen künftigen Vorgesetzten.
Am 7. März haben Abiturienten die Chance, von 10 bis 15 Uhr am „Tag des dualen Studiums“ die DHBW Mosbach näher kennen zu lernen. In Lauda-Königshofen wird am 13. und 14. März Stadt- und Sporthalle nicht geturnt, sondern bei der jährlichen Bildungsmesse informiert.
Am 25. April wird der Hangar in Crailsheim zur Karrierestartbahn: Im vergangenen Jahr stellten sich dort 90 Unternehmen und Institutionen beim Berufsinfotag vor. Ein fester Termin im Kalender von Berufsanfängern sollte auch der 9. Mai sein: Die VR-Bank Schwäbisch Hall bringt bei ihrer Job-Börse dann wieder etwa 100 Aussteller und unzählige Schulabgänger und Jobstarter zusammen.
Im Juni gibt es doppelte Chancen auf den Traumjob
Im Juni gibt es sogar doppelte Chancen für Schülerinnen und Schüler, ihre Berufung zu finden: Am 20. Juni werden in Künzelsau auf dem Berufsinfotag (BIT) die Gewerbliche und die Kaufmännische Schule Künzelsau sowie die Karoline-Breitinger-Schule zum Wegweiser den Nachwuchs – 100 Unternehmen als Aussteller sind dort vertreten.
Ähnliche groß wird vier Tage später, am 24. und 25. Juni, die Zahl an Infoständen im Kongresszentrum Harmonie in Heilbronn sein, wenn die renommierte Ausbildungsmesse „Vocatium Heilbronn-Franken“ startet.
Natalie Kotowski


