17.000 freie Ausbildungsplätze: So will das Land Baden-Württemberg Betriebe und Jugendliche zusammenbringen

Zum Start des Ausbildungsjahres sind in Baden-Württemberg noch rund 17.000 Ausbildungsplätze vakant. Das Land setzt auf Berufsorientierung und Praktikumswochen, um Betriebe und Jugendliche zusammenzubringen.

Ausbildungsplätze Baden-Württemberg
Trotz Ausbildungsstart suchen viele Unternehmen in Baden-Württemberg weiterhin Nachwuchskräfte, um ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Foto: Adobe Stock/industrieblick

Zum Start des Ausbildungsjahres sind in Baden-Württemberg noch rund 17.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Mit Maßnahmen zur Berufsorientierung und Ausbildungsförderung will das Land Unternehmen und junge Menschen gezielter zusammenbringen.

Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bedankte sich bei den ausbildenden Unternehmen für ihr großes Engagement: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Phasen übernehmen Ausbildungsbetriebe Verantwortung. Die berufliche Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft des eigenen Unternehmens und zugleich ein zentraler Baustein für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses. Wer heute ausbildet, sichert sich die Fachkräfte von morgen.“

Der Bundesagentur für Arbeit zufolge kommen derzeit rechnerisch 81 Bewerberinnen und Bewerber auf 100 gemeldete Ausbildungsstellen. Während in Baden-Württemberg noch über 17.000 Ausbildungsstellen unbesetzt sind, suchen zugleich rund 11.000 Bewerberinnen und Bewerber weiterhin einen Ausbildungsplatz. Dies berichtet das Land Baden-Württemberg in einer Mitteilung.

Mit Praktika den Weg in die Ausbildung finden

Hoffmeister-Kraut richtet daher einen Appell an Unternehmen und Ausbildungssuchende: „Auch nach dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres können noch Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Ich ermutige die jungen Menschen, ihre Suche fortzusetzen, und die Betriebe, auch Bewerberinnen und Bewerbern eine Chance zu geben, deren Potenzial sich vielleicht nicht auf den ersten Blick erschließt.“

Eine zentrale Herausforderung bleibt es, Betriebe und junge Menschen besser zusammenzubringen. Mit Maßnahmen zur Berufsorientierung und Ausbildungsförderung setzt das Wirtschaftsministerium genau an dieser Stelle an. Um es Jugendlichen zu ermöglichen, in bestimmte Berufsgruppen hineinzuschnuppern, sind die Praktikumswochen in Baden-Württemberg von zentraler Bedeutung. Es handelt sich bei ihnen um ein Angebot der Partner des Ausbildungsbündnisses, das von Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut angeführt wird.

Schülerinnen und Schüler können dabei unkompliziert ein oder mehrere Tagespraktika in unterschiedlichen Unternehmen absolvieren, um verschiedene Berufsfelder kennenzulernen. Die Praktikumswochen finden in diesem Jahr vom 12. Oktober bis 6. November statt. Die kostenfreie Online-Anmeldung steht Schülerinnen und Schülern ab der 8. Klasse sowie Unternehmen offen.

Red.

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