Burnout-Rate auf Rekordhoch: Dieser Faktor bremst US-Arbeitnehmer aus

Mehr als die Hälfte der US-amerikanischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fühlte sich 2025 ausgebrannt – so viele wie nie zuvor. Hauptursache ist laut Career Optimism Index der University of Phoenix der Verlust von Autonomie am Arbeitsplatz.

Burnout
Burnout auf Rekordhoch: Der Career Optimism Index 2025 zeigt, wie sehr fehlende Autonomie das Wohlbefinden am Arbeitsplatz beeinflusst. Foto: Adobe Stock/Jadon Bester/peopleimages.com

Über die Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den USA fühlte sich im Jahr 2025 ausgebrannt. 51 Prozent der Befragten gaben im Rahmen des Career Optimism Index der University of Phoenix an, unter Burnout zu leiden.

Seitdem die Universität den Optimismus dieser Gruppe im Jahr 2021 erstmals ermittelte, sei der Anteil der Personen mit Burnout noch nie so hoch gewesen.

Burnout durch Autonomie-Verlust

Eine der Ursachen für den Anstieg sei das verbreitete Gefühl des Autonomie-Verlusts unter den Beschäftigten, wie aus einer wissenschaftlichen Arbeit zum Career Optimism Index hervorgeht. 21 Prozent hatten bei der Befragung angegeben, Autonomie am Arbeitsplatz eingebüßt zu haben.

„Autonomie ist das fehlende Bindeglied zwischen reiner Bewältigung der Aufgaben und echter Begeisterung im Beruf“, so Karen Johnson Ed.D., die Autorin der Veröffentlichung, in einer Mitteilung der Universität.

Zugleich zeigte sich, dass Beschäftigte, die ihre Arbeit selbstbestimmt ausführen können, weniger gefährdet sind, an einem Burnout zu erkranken. Für sie liegt die Wahrscheinlichkeit hierfür bei 45 Prozent.

Deutlich anfälliger für einen Burnout sind demgegenüber diejenigen, die sich am Arbeitsplatz fremdbestimmt fühlen. Die Wahrscheinlichkeit beträgt für sie 70 Prozent, so die Studie.

Das Autonomiegefühl stärken

Wenn es darum geht, das Autonomiegefühl der Beschäftigten wieder herzustellen, haben Arbeitgeber Johnson zufolge unter anderem die folgenden Möglichkeiten:

  1. Die Personalentwicklung bestehender Beschäftigter gegenüber Neueinstellungen bevorzugen.
  2. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Freiheiten auf ihren Karrierewegen zugestehen.
  3. Die KI-Kompetenzen der Beschäftigten stärken.
  4. Gleichstellungslücken zwischen verschiedenen Personengruppen in der Belegschaft beseitigen, die in Bezug auf die Autonomie existieren könnten.

„Wenn Unternehmen in die Kompetenzentwicklung investieren und ihre Mitarbeiter befähigen, KI verantwortungsbewusst einzusetzen, gewinnen die Mitarbeiter die Kontrolle und Klarheit, die sie benötigen, um Burnout zu reduzieren und Resilienz aufzubauen“, so Johnson.

Red.


Über den Career Optimism Index

Der Career Optimism Index des University of Phoenix Career Institute® basiert für das Jahr 2025 auf einer landesweiten Umfragen unter über 5000 Erwachsenen, die sich zum Umfragezeitpunkt entweder gerade in einer Beschäftigung befanden oder arbeitslos waren.


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